Frieden beginnt in DIR…

Wie friedvoll dieser wunderschöne Morgen.

Morgenstund...

Der Himmel in leichtem blau gefärbt, das langsam lauter werdende Zwitschern der Vögel, das mühelose Wiegen der Blätter in den Bäumen, die Kühle und Feuchte des erwachenden Tages. Die noch weitgehend leeren Straßen und Wege, der sich langsam auflösende Frühnebel in leiser Vorankündigung des nahenden Herbstes. Die bedächtig aufgehende Sonne, welche einen wärmenden und lichtvollen Tag verspricht. Die Neugier auf jede Sekunde und jede Begegnung, die mir beschert wird. Die Stille dieses Momentes und die Freude und Dankbarkeit über all das (und noch viel mehr)  in meinem Herzen ♥.

Mit diesen friedvollen und nährenden Gefühlen beginnt dieser wundervolle Tag und es scheint so, als wäre die gesamte Welt in diesen Frieden gehüllt. Üppige Farben, überall farbenfrohe Blumen, saftiggrüne Sträucher und Bäume, singende Vögel, bewegungsfreudige Eichhörnchen,  herum streunende Katzen, grasende Kühe und Pferde auf den Wiesen, ganze Fischschwärme im See, Schwäne friedlich über die Wasseroberfläche dahin gleitend mit ihrem Nachwuchs und nur sehr wenige Menschen, welche ebenso früh am Morgen diese unberührte Natur am See genießen möchten.

Warum zähle ich das auf? Weil jeder neue Tag ein großes Geschenk ist und keine Selbstverständlichkeit.

  • Weil alles, was vorhanden ist, eine Zugabe zu unserem Sein darstellt.
  • Weil genau diese Dinge, oftmals nicht wahrgenommen werden.
  • Weil viele Menschen so mit dem beschäftigt sind, was sie WOLLEN, dass sie vollkommen übersehen, was wir ALLE bereits an Fülle HABEN.
  • Weil das Leben voller Wunder steckt.
  • Weil wir nur genau hinschauen müssen.
  • Weil es keine Wiederholung von gestern ist, sondern etwas vollkommen Neues.
  • Weil eine achtsame und intensive Wahrnehmung zu unserem inneren und äußeren Frieden beiträgt.

 

So ein Morgen kann auch anders erlebt werden:

Schrill und laut klingelnder Wecker, genervtes Abschalten desselbigen und schnelles Aufspringen aus dem Bett, derart, das dem/der Betreffenden schwindlig wird, ins Bad jagend und gehetzt vorm Kleiderschrank stehend. Ständiges auf die Uhr schauen, wie viel Zeit noch verbleibt. Gedanken voller Dinge, die unbedingt erledigt werden müssen.

Unachtsame Begegnungen mit dem Partner oder der Familie. Nur halbes Hinhören an die Wünsche oder Bedürfnisse der Familienangehörigen. Herzrasen und gestresstes, kurzes Verweilen in der Küche. Frühstück, welches im Schnellschritt auf dem Weg zum Auto verschlungen wird. Laute Musik im Wagen, unterbrochen von nervenzehrender Werbung. Der Stau, der den Rest bringt und schließlich ein(e) schlecht gelaunte(r) Chef/in , der den Betreffenden nörgelnd empfängt.

Der Stresspegel bereits weit ausgeschlagen und das, bevor dieser eigentlich an sich wundervolle Tag überhaupt begonnen hat.

Von Frieden und friedvoller Stimmung in dieser Variante jedoch keine Spur. Von Achtsamkeit und Gewahrsein weit entfernt. Von liebender Selbstfürsorge ganz zu schweigen. Von Dankbarkeit und Ruhe keine Anzeichen. Von Gelassenheit und Freude nichts bemerkt.

Frieden und Liebe sind auf diese Weise unerreichbar.

In welcher Beschreibung findest du dich wieder?

Nun frage ich mich allerdings bei der zweiten Variante: Was kann so wichtig sein, dass jemand sich selbst so etwas zumutest, was sich eventuell über den Tag verteilt in dieser Anspannung und Beschwerlichkeit fortsetzt?

 Schaue dir genau an, wie DU deinen Tag beginnst. Wie es mit deiner Wertschätzung dir selbst und Allem gegenüber aussieht, was dich umgibt. Wie friedlich und ruhig du in einen neuen Tag startest.

Schaue, ob du überhaupt genau hinschaust? Siehst du die vielfältigen Farben und unterschiedlichen Erscheinungen der unzähligen Einzelheiten, die mit dir zusammentreffen. Erkennst du die Wärme und Geborgenheit zu Beginn eines Sonnenaufganges. Bemerkst du ob es regnet, ob es ein trüber oder freundlicher Tag ist? Bist du in Gedanken schon weit voraus und bekommst gar nicht mit, was dich umgibt und um dich herum geschieht?

Viele Menschen regen sich zudem häufig über „unwichtige“ Dinge auf, stehen im Konflikt mit Partnern, Ex-Partnern, Familienangehörigen, Nachbarn, Freunden etc. Sie sehen nur ihren Standpunkt, handeln entsprechend ihrer begrenzten Wahrnehmung und übersehen dabei völlig, wie kämpferisch und unmoralisch sie bereits im „Kleinen“ vorgehen. Sie beklagen sich über den Unfrieden und das kriegerische Verhalten auf unserem Planeten. Doch führt nicht fast jeder irgendeinen Krieg gegen jemand anderen, ohne zu erkennen, wie weit sie selbst vom friedfertigen Handeln entfernt sind.

Frieden stiften ...

Den Frieden, welchen du dir herbeisehnst, beginnt in dir und deiner „kleinen“ Welt.

Du entscheidest über Frieden oder Unfrieden, bereits in deinem Fühlen und Empfinden. Du entscheidest schon in deinen Gedanken über sanftmütiges Handeln oder machtbestrebtes Gewinnen. Wie soll die Welt in Frieden leben, wenn bereits kleine Strukturen innerhalb einer Familie oder eines Arbeitsbetriebes sich im stetigen Unfrieden befinden?

Doch wir brauchen gar nicht so weit hinaus zu schauen. Bleibe einmal ganz bei dir! Bist du im Frieden mit dir selbst? Da geht es schon los und das Dilemma beginnt und entfernt viele Menschen von ihrer Vorstellung.

Frieden, Ruhe und Harmonie hat ihren Ursprung in deinem Geist.

Möglichkeiten für inneren Frieden:

– Beklage dich nicht über scheinbare Widrigkeiten.

– Lebe in liebevoller Fürsorge für deinen Nächsten.

– Fühle mit deinen Mitmenschen, zeige Empathie.

– Achte und schätze die wertvollen Geschenke der Natur.

– Verschwende nicht unsere kostbaren Ressourcen.

– Fühle Dankbarkeit für das, was du hast und was dich umgibt.

– Sei bestrebt, selbst ein liebe- und friedvoller Lehrer und Schüler zugleich zu sein.

– Vergebe und verzeihe dir und anderen ihre Fehler oder Fehlhandlungen.

– Lebe und handle aus der Liebe heraus in fürsorglicher Harmonie zum Wohle des Gesamten.

– Lasse dich nicht in destruktive Gespräche verwickeln.

– Urteile nicht über andere, denn du kennst immer nur Teilbereiche ihres Daseins.

– Stelle deine Erwartungen ein.

– Führe keinen Kampf in deinem Leben, sondern verweile in der Liebe.

– Sei nicht nachtragend.

– Versöhne dich mit Situationen, wo jemand nicht zur Versöhnung bereit ist.

– Akzeptiere Unterschiede, versuche niemanden zu verändern.

Verändere zunächst DICH und infolge dein Umfeld durch deinen tiefen inneren Frieden, wohl wissend das DU die Veränderung bist! Lebe Frieden, strahle eine friedliche Atmosphäre aus und handle unablässig entsprechend friedvoll.

Wir alle können uns alles Mögliche wünschen und herbeisehnen, doch das Ziel, egal was es betrifft, liegt immer und ganz allein in UNS. Wir sind die Verantwortung!

„Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg“.  -Mahtma Gandhi-

Tief in uns und wenn wir dort Frieden schließen und diese Beständigkeit hinaustragen, dann erst kann sich Frieden dauerhaft entfalten.

Von Herzen ♥

in Frieden, Licht und Liebe

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2014, Stefanie Will

Bildnachweis:

oben: Karl Dichtler, „Morgenstund…“, CC-Lizenz (BY 2.0),

mittig: Reinhard Sandbothe, „Frieden stiften …“, CC-Lizenz (BY 2.0)

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

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2 Kommentare zu “Frieden beginnt in DIR…

  1. Liebe Ina,

    ich danke dir für deinen wunderbaren Kommentar. Freue mich sehr, dass du „hier“ bist ♥.

    Lernen geht nur über Erfahren.

    Deswegen betrachte ich auch alle Widrigkeiten auf dem Lebensweg als Geschenk. Geschenke, die uns, wie du schreibst, zum Nachdenken anregen. Wenn dieses Nachdenken dann auch einen Richtungswechsel oder besser eine Korrektur der bisherigen Lebensweise als Resultat beinhaltet, dann wurde die Botschaft verstanden und wir kommen mit jedem neuen, zunächst schmerzhaften Ereignis mehr und mehr in unsere gesamte Kraft. Das Vertrauen in uns selbst wächst und wächst……

    Theoretisches Wissen bleibt Theorie und ist wenig nachhaltig in seiner Wirkung.

    Ganz herzliche Grüße
    und alles Liebe für dich

    Stefanie

  2. Ja, Stefanie, wer kennt sie nicht die „zwei Morgen“. Der zweite, andere Morgen: …jahrelang durchlebt bis zum Gehtnichtmehr im wahrsten Sinne des Wortes. Und, obwohl schon Jahre hinter mir, klingt es immer noch nach, mit all dem Druck, Schmerz und nicht durchatmen können. Ist es da doch kein Wunder, wenn der innere Frieden und die Gesundheit auf der Flucht ist?
    Erst dann kommen wir zum Nachdenken ( vielleicht ! ) , weil wir regelrecht dazu gezwungen werden.
    Mit deinen Texten regst du das wunderbar an, danke dafür, Stefanie. Ich glaube fest daran, dass nur so Frieden auf der ganzen Erde manifestiert werden kann, wenn jeder bei sich selber beginnt….genau so wie schreibst.

    Liebe Grüße -Ina

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