Die vegane Ernährung -Teil 1-

Früchte & GemüseDie Ernährung ist grundsätzlich ein ganz persönlich zu klärendes Thema. Jeder kann nach seinen eigenen (Moral-) Vorstellungen entscheiden, womit und wie er sich ernährt. Oft ist es allerdings so, dass nur wenige Menschen wirklich darüber informiert sind, welche Auswirkungen ihr Kauf- und Essverhalten auch über ihre tägliche Ernährung hinaus haben.

Wenn dieses Thema bereits in einem kleinen Kreis diskutiert wird, sorgt es meist für Spannung oder für zum Teil erhitzte Gemüter, da diesbezüglich vollkommen unterschiedliche Ansichten, Meinungen und Überzeugungen existieren.

Mir geht es bei allen meinen Beiträgen nie darum, etwas zu verurteilen, auch wenn ich manchmal ganz bewusst eine für manche Leser „provokative“ Art habe, Dinge auszudrücken.

Ich möchte mit meinen Texten Informationen transportieren. Möchte Dich zum Nachdenken anregen, berühren, bewegen und vielleicht sogar dazu zu inspirieren, Dinge zu hinterfragen, zu recherchieren, zu verändern oder einfach nur zu lesen und auf Dich wirken zu lassen.

Wir alle haben unseren freien Willen und deswegen respektiere ich die Wahl Deiner Ernährung natürlich. Dennoch möchte ich hierzu einige Infos geben, die mir wichtig erscheinen und des näheren Hinsehen aus meiner Sicht bedürfen.

Vielleicht endet der Text für Dich nun hier, da es Dich absolut nicht interessiert und Du eine feste Meinung dazu hast. Auch das ist ok! Vielleicht wünschst Du Dir aber auch diesbezüglich ein paar wichtige Informationen und freust Dich darüber, diese nun hier und in den nächsten Teilen zu bekommen.

Oft ist es so, dass Menschen ganz von selbst irgendwann anfangen, sich mit dem Thema Ernährung aus ganz unterschiedlichen Gründen auseinanderzusetzen. Ich kam durch meine Tochter bereits vor vielen Jahren damit in Berührung, da sie im Alter von 7 Jahren darauf bestand, keine Tiere mehr zu essen. Ich hatte mir bis dahin ehrlich gesagt überhaupt noch keine tiefgehenden Gedanken darüber gemacht und empfand es als echte Herausforderung mich darüber zu informieren, auf welche Art und Weise es mir möglich war ein gesundes, ausgewogenes Mittagessen zu zaubern. Kaufte entsprechende vegetarische Kochbücher und wurde mit der Zeit immer einfallsreicher und muss heute nach 11 Jahren darüber schmunzeln, dass es mir damals überhaupt soviel Kopfzerbrechen bereitet hat. Doch alles Neue birgt oft zu Anfang eine gewisse Schwierigkeit in sich.

 

Ein Bussi für dichTja… und nun nach elf Jahren habe ich mich vor einigen Monaten dazu entschlossen mich VEGAN zu ernähren. Dieser Entschluss erfolgte nicht aufgrund irgendwelcher Informationen, sondern der unbändige Wunsch danach entstand ganz aus mir selbst heraus. Ich hatte plötzlich eine ungeheure Abneigung gegen Milchprodukte und deren Geruch. Es schmeckte mir überhaupt nicht mehr und ich wunderte mich über diese nicht mehr zu übergehende Ablehnung. Erneut gab es viele Herausforderungen, welche gleichzeitig mit viel Freude von mir angenommen wurden. Meine Ernährung hat sich nochmals stark verändert und es bereitet große Freude, mich mit diesem Thema eingehend zu befassen. Vieles ist vollkommen neu und manchmal gar nicht vorstellbar. Wenn ich dann gewisse Lebensmittel ausprobiere, bin ich immer wieder überrascht, wie wunderbar es schmeckt und wie wohl ich mich damit fühle.

Es geht nicht darum, nun dogmatisch zum unumstößlichen Veganer zu werden.

Auch diese Lebensweise bedarf eines Prozesses, wo es anfänglich fast bei Jedem zu Ausnahmen kommen wird und das ist absolut in Ordnung und jeder sollte dabei auf sein Gefühl achten und nur soweit zu gehen, wie es jedem Einzelnen gut tut. Der Körper braucht auch Zeit, um sich an diese Umstellung zu gewöhnen. Ich habe dies langsam vollzogen und zu Anfang Milch durch Reis,- Soja,- oder Hafermilch ersetzt. Hier lohnt es sich alles einmal zu probieren, da der Geschmack doch sehr variiert und jeder etwas anderes bevorzugt. Und mit der Zeit verschwanden so auch Butter, Sahne, Käse, und weitere tierische Produkte.

Für mich war zu Anfang gar nicht vorstellbar, wie ich denn einen Kuchen ohne Eier backen soll und war sehr überrascht, ja voller Begeisterung, wie wundervoll diese schmecken.

Neben dem aufkommenden Hochgefühl für diesen neuen (Wohlfühl-) Bereich gibt es viele andere Bereiche, die Du mit einer Umstellung Deiner Ernährung positiv beeinflussen kannst.

Auswirkungen einer eventuellen Ernährungsumstellung auf:

  • Gesundheit und Wohlbefinden
  • Klima- und Umweltschutz
  • Tierschutz und Tierrecht

Hinzu kommen persönliche moralische Gründe und unsere allgemeine Verantwortung für diesen wundervollen Planeten, seine Ressourcen, sowie jedem Lebewesen gegenüber, welche aus meiner Sicht ALLE ein Recht auf ein würdevolles Leben haben.

In Teil 2 möchte ich Euch über die Fütterungs- und Wassermengen in Relation zum Menschenrecht berichten, welche zur Nutztierhaltung benötigt werden und es wird weitere allgemeine Informationen geben.

Bis dahin wünsche Euch eine wundervolle Woche.

Von Herzen ♥

 

Stefanie

© Copyright Text 2014, Stefanie Will

Bildnachweise:

Foto oben: MichelleAngela, „Früchte & Gemüse“, CC-Lizenz (BY 2.0)

Foto Mitte: melinchen1000, „Ein Bussi für dich“, CC-Lizenz (BY 2.0)

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

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7 Kommentare zu “Die vegane Ernährung -Teil 1-

  1. Da ich erst heute Zeit habe deinen Beitrag zu lesen, wundere ich mich, wie mich dieses Thema parallel auch gerade beschäftigt und ich darüber schrieb. Es macht Mut, zu sehen, wie andere einen ähnlichen Weg gehen bzw. schon gegangen sind. Dein Beitrag macht mir Mut, für mich in dem für mich passenden Tempo da weiter zu machen, wo es mich hinzieht…

    Liebe Grüße
    Marion

  2. Liebe Ulrike,

    ja, dass Du es magst, Dich auseinanderzusetzen (gute Bezeichnung) merke ich jedes Mal deutlich!
    Nur habe ich definitiv keine Lust auf eine Auseinandersetzung. Konstruktive Kritik oder eine
    entsprechende Kommunikation heiße ich sehr willkommen und dafür bin ich auch jederzeit offen sowie
    dankbar.

    Auf Deine ursprüngliche Frage einzugehen, erübrigte sich für mich von selbst, da es doch klar ist, dass
    man natürlich informiert sein kann und dennoch Fleisch ist.
    Und Deine Frage, ob Veganer die besseren Menschen sind….. was soll ich Dir sagen, es gibt nicht besser oder schlechter!

    Noch einen schönen Tag und liebe Grüße
    Stefanie

  3. Liebe Stefanie,

    immer wieder herrlich, Deine Antworten! Die so wenig mit meinem eigentlich Kommentar zu tun haben. Ich wünschte mir, diese „Freiheit“ käme in Deinen Artikeln mehr zum Ausdruck. Und: Nein, ich fühle mich nicht persönlich angegriffen. Ich mag es, mich auseinanderzusetzen und Fragen zu stellen.
    LG
    Ulrike

  4. Hallo liebe Ulrike,

    wir beide hatten ja in diesem Bereich bereits auf facebook einen kurzen Austausch.

    Ich habe immer wieder den Eindruck, dass Du Dich persönlich angegriffen fühlst, was ja auch schon mehrfach
    zum Ausdruck kam und das ist sehr schade.
    Denn mein Blog dient allgemein der Inspiration und Information. Es geht auch nicht um „besser“ oder „schlechter“
    Diese Art von Wertung entsteht allenfalls im Leser selbst…..warum auch immer??!!

    Jeder darf frei entscheiden in allen Bereichen.

    Alles Liebe für Dich

    Stefanie

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