Selbstannahme und Selbstliebe in der Verwandlung…

Vor fast genau zwei Jahren beschloss ich, mich von meinen langen braunen Haaren zu trennen, um zu meinen grauen Haaren zu stehen.

Nach meinem Schlaganfall und meiner Nahtoderfahrung, die mich als Mensch tiefgreifend verwandelt hat, gab es für mich nur noch den EINEN Wunsch, ganz zu MIR stehen und vollkommen authentisch JA zu allen äußeren und inneren Veränderungen sagen zu wollen.

Ein Herauswachsen lassen kam für mich zu keinem Zeitpunkt in Frage, da ein grauer Haaransatz aus meiner Sicht eher unschön wirkt. Somit gab es für mich nur die eine Konsequenz, meine Haare auf einen knappen Zentimeter kürzen zu lassen. Die Friseurin wollte meinem Wunsch zunächst nicht folgen und meinte mehrmals, ob ich mir da auch ganz sicher wäre. Ich hatte meinen Entschluss gefasst und natürlich konnte ich nicht wirklich wissen, wie es mir stehen und welche persönlichen Empfindungen und außenstehende Reaktionen es auslösen würde, doch davon abbringen konnte mich nichts mehr!

Es war insgesamt ein hochspannendes „Projekt“ und ich bin überglücklich, diese Wahl für mich getroffen zu haben!

So befreit und authentisch habe ich mich noch nie gefühlt, als die Haare fielen und mit ihnen ein Teil meiner sichtbaren weiblichen Seite.
Anschließend fühlte ich mich zunächst „nackt“, aber auch ganz klar und wahrhaftig!!
Nie hatte ich bis dahin mein Gesicht so bis ins Detail wahrnehmen können und ich fand es faszinierend mich vollkommen neu erfahren zu dürfen. Mir war bis dahin nicht bewusst, wie sehr Haare eine Frau verwandeln, wie sehr sie kaschieren und gleichzeitig „blenden“.

Für mich war es eine der interessantesten Erfahrungen überhaupt, da ich ganz gleich wie mein Umfeld auf mich reagiert hat, keinerlei Bedürfnis verspürte, mich in irgendeiner Form rechtfertigen zu wollen und es war ein so wunderbares Gefühl, dass mein Wohlbefinden absolut nicht (mehr) davon abhing, wie meine Mitmenschen auf mein (neues) Aussehen reagierten.

Es gab ganz unterschiedliche Reaktionen und die Männerwelt war fast durchgängig geschockt und das Tolle daran war, dass ich ein ganzes Jahr so gut wie „unsichtbar“ für Männer war.  Ich genoss es so sehr, dass ich „übersehen“ wurde und niemand mich ansprach, Kontakt knüpfen wollte oder mich auch nur anlächelte.  All das entfiel und es hatte etwas so Ruhiges und Entspanntes. Mir fiel da erst auf, welch großen Wert ich stets darauf gelegt hatte, zu gefallen.

Gleichzeitig wurde mir vollständig bewusst, wie oberflächlich ein Miteinander doch funktioniert und wie sich die Mehrheit visuell blenden lässt. Haare sind Haare und nicht die Haare machen aus einer Frau eine schöne Frau! Rückblickend eine wunderbare Zeit für mich, um ganz nah mit und bei mir sein zu können.

Nach ALLEM, was ich erlebt habe und welch wunderbare Veränderungen dadurch entstehen durften, kann ich nur JEDEM aus vollem Herzen wünschen, sich selbst so annehmen und lieben zu lernen, wie man ist!!

Allen Frauen möchte ich sagen, dass wir ALLE schön und einzigartig sind und wir keinem vorgegebenen IDEAL entsprechen müssen. Das Wichtigste ist, uns in unserer Haut wohl zu fühlen…

Von ganzem Herzen
Stefanie

PS: Wer sich für meinen herausfordernden und „außergewöhnlichen“ Entwicklungs- und „Heilungsweg“ interessiert, zudem spirituellen Themen gegenüber aufgeschlossen ist, kann darüber mehr in meinem Buch „Alles auf Null und noch einmal von Vorne“ erfahren 😉

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Ein Kommentar zu “Selbstannahme und Selbstliebe in der Verwandlung…

  1. Sich mit dem Äußeren zu identifzieren bringt meist Schmerz mit sich! Schön, dass du zu dir standest und dich nicht von Äußerem hast leiten lassen (auch wenn das natürlich auch nie schlimm ist :)), es tut immer gut, über den Mut von anderen zu lesen!

    Schön geschrieben!
    Alles Liebe

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