Der spirituelle Weg, ein Weg ohne Konzept…

Der spirituelle Weg kann nur dann zu einer wahrhaft spirituellen Erfahrung werden,wenn es ein Weg ohne Konzept ist.

Erst wenn wir die gesamte Verantwortung nach innen genommen haben und allem bisher übernommenen sowie imitiertem Wissen entsagen, dann wird es uns möglich sein, wahre ERFAHRUNGEN zu machen.

Wenn wir aufhören, uns an irgendetwas festhalten zu wollen und wir die Unsicherheit aushalten können, völlig nackt und leer vor einer neuen Situation zu stehen.
Wenn wir uns dieser Nacktheit und Leere hingeben und voller Neugierde transparent werden.

Nur wenn wir hindurchschauen, durch das, was wir an archivierten Bildern und Prägungen in uns tragen und in einen leeren „Raum“ treten, wird unsere geistige Reife wachsen.

Denn jegliche Fixierung an die Vergangenheit hält uns von der wahren Wirklichkeit fern.

Die Offenheit für das Neue, das bisher Unerfahrbare offenbart sich nur in dieser inneren Bereitschaft, Leere und Stille.
Diese Bereitschaft kann eine gewisse Unsicherheit hervorbringen, die es zu durchschauen gilt.

Denn solange unser sicher gespeichertes Archiv von Bildern ,Vorstellungen und Konzepten vorherrscht, wird uns keine echte Begegnung und auch keine wahre Erfahrungseinsicht zuteil.

Nur der unverfälschte und reine Blick des Bewusstseins auf den Moment schenkt uns diese Transparenz.

Nur die Erfahrung des unvergänglichen, stets neuen und sich niemals auch nur annähernd gleichenden Momentes und die Neugier auf echte Begegnungen werden die wahren Werte und Kostbarkeiten unseres Daseins zu erkennen geben.

Diese Bewusstheit löst uns vollständig von vergangenem Leid und eröffnet uns die Möglichkeit zur sofortigen Vergebung und Versöhnung mit der Vergangenheit.

Halte dich nicht länger in einer verweigernden Haltung, sondern lebe unschuldig und befreit in der vollkommenen Verantwortung deiner Selbst.

Von Herzen ❤

Stefanie

(c) Copyright Text und Bild Stefanie Will

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Buchveröffentlichung „Seelen-Lichtblicke“

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Ich freue mich, Euch mitteilen zu können, dass mein Buch
„Seelen-Lichtblicke“ am 28.06.2016 veröffentlicht wurde und nun erhältlich ist.

Dieses Buch entstand aufgrund vieler Zuschriften von Lesern meines Blog sowie privaten „Freunden“, die mich stets darauf angesprochen haben, wie schön es wäre, wenn es von meinen Beiträgen und Texten ein Buch gäbe.

Sie alle wünschten sich ein Buch, welches sie jederzeit zur Hand nehmen können, um sich durch meine Kurztexte im Alltag immer mal wieder nach Bedarf inspirieren zu lassen.

Ich habe mir diesen Wunsch zu Herzen genommen und du findest in „Seelen-Lichtblicke“ kurze Texte zu 83 unterschiedlichen Lebensthemen. Wenn dir meine Beiträge bisher gefallen haben,  dann ist es genau das Richtige für DICH!

Freue mich, wenn auch DU es lesen wirst. 

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Ihr könnt es in jeder stationären Buchhandlung erwerben oder aber über einen der Online-Buchshops bestellen. Bei Amazon, Hugendubel.de, Buch.de, Buch24.de und Buchhandel.de ist es bereits gelistet und alle anderen Shops werden in den nächsten Tagen folgen.
 
Titel: Seelen-Lichtblicke -Metaphysische Vielfalt –
Autorin: Stefanie Will
ISBN: 9783740711771
Seiten: 184
 
Als E-Book wird es in ca. 14 Tagen zu erhalten sein.
 
Von Herzen alles Liebe  ❤
 
Stefanie Will
(c) Copyright Cover Stefanie Will, Twentysix 2016
Coverbild Stefanie Will, Ammersee 2016

Vergebung heilt und schafft den Frieden in dir, den du dir sehnlichst wünschst…

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Vergebung…. Hierbei handelt es sich wohl um eine für sehr viele Menschen am schwierigsten zu praktizierenden Übung. Jemandem zu vergeben bedarf zunächst deiner Entscheidung darüber. Zudem ist es außerordentlich wichtig, dass du diesen Entschluss nicht nur theoretisch in dir vollziehen möchtest, weil du ein dir lästiges und kräftezehrendes Thema loswerden möchtest. Es sollte sich um eine ehrliche und aufrichtige Wahl deinerseits handeln, was voraussetzt, dass du gewillt bist, aufgrund einer in der Rückschau als äußerst schmerzhaft erlebten Situation, inneren und äußeren Frieden zu schließen.

Es bedeutet, das Geschehene zu verzeihen und keinerlei Gedanken der Richtigstellung, der Anklage, des Vorwurfes, der Vergeltung oder des Ersuchens auf Recht mehr zu verfolgen. Es bedeutet, die Vergangenheit ohne Einschränkung zu akzeptieren.

Vergebung bedeutet nicht, dass wir das Handeln der betreffenden Person für gut heißen und es bedeutet auch nicht, dass wir das Geschehnis mit unserer geistigen Haltung verdrängen. Wir nehmen es uneingeschränkt an! Wir entsagen dem Kampf und vollziehen tief in uns DEN Frieden, den wir uns wünschen. Und unsere Entscheidung hängt niemals vom Verhalten unserer Mitmenschen ab, sie müssen es uns nicht gleich tun, sie müssen uns auch nicht verstehen, sie dürfen uns für „seltsam“ halten, da man ihrer Meinung nach ein bestimmtes Verhalten einfach nicht verzeihen kann. Du bist nicht abhängig davon, was andere denken und wie andere Menschen eine Situation bewältigen würden.

https://lichterwunder.com/2015/10/03/die-gedanken-der-anderen/

Wie häufig sind Menschen untereinander zerstritten, sind wütend aufeinander, wollen einander nicht verzeihen, sprechen nicht mehr miteinander und halten somit das in der Vergangenheit Erlebte lebendig. Sie fühlen sich ungerecht behandelt, belogen, betrogen, verlassen, verletzt und was es sonst noch alles an unangenehmen Erlebnissen und Empfindungen geben kann.

Viele sind nach Jahren noch verbittert, verärgert oder hadern mit ihren Erfahrungen. Sie können einfach nicht Loslassen. Trägst auch du noch etwas mit dir herum, was lange vorüber ist und dich dennoch gedanklich gefangen hält?

Akzeptiere den von dir erlebten Umstand, um den es geht. Gebe dich zunächst den in dir vorherrschenden Emotionen hin, nehme sie an! Gebe all deinem Schmerz, deinem Unverständnis, deiner Traurigkeit, deiner Wut in dir einen Raum, um sich in gesamter Ausprägung zeigen zu dürfen. Es sind DEINE Empfindungen über die von dir als traurig, erschütternd, ungerecht oder verletzend empfundenen Lage, die beachtet werden möchten. Verschließe dich nicht gegenüber deinen Gefühlen! Sie unterstützen dich dabei, deine Erfahrung achtsam zu betrachten und dein Gewahrsein darüber zu verschärfen. Sei uneingeschränkt ehrlich zu dir selbst und betrachte einmal ohne Wertung, ob deine Empfindungen tatsächlich dieser Situation angemessen sind oder ob noch ganz andere „Altlasten“ hier hinein wirken und deine Emotionen verstärken?

Nachdem du dem Schmerz in dir nachgefühlt hast und dies kann eine ganze Weile in Anspruch nehmen, du ihn nicht versucht hast abzuwehren, sondern wirklich mit jeder Faser deines Seins durchlebt hast, gilt es deine Gedanken diesbezüglich zu bändigen. Was nach diesem Prozess oftmals wie von selbst geschieht, der Schmerz und die Gedanken werden von selbst schwächer und lösen sich nach und nach ganz von selbst auf. Wichtig ist dein Bewusstsein darüber, was deine Gedanken für dein Empfinden und deine Zukunft bedeuten.

Denn das, weswegen du heute noch immer Leid verspürst, ist vorüber und Teil deiner Vergangenheit! Lasse nicht zu, dass etwas, das längst vorbei ist, jeden weiteren Tag deiner Zukunft vergiftet. Du aktivierst in deinem Körper mit jedem Gedanken daran immer und immer wieder aufs Neue deinen Schmerzkörper. Er innert sich an seinen Schmerz! Du leidest genauso, als hätte die Gegebenheit  gerade erst stattgefunden. Übernimm die Verantwortung für dein Wohlergehen und lasse es erst gar nicht soweit kommen.

Du schadest nur dir selbst mit diesen destruktiven Gedanken an Vergangenes und begibst dich in eine Endlosschleife von Leid und bist weit weg davon, der betreffenden Person oder dir selbst zu vergeben. Oft ist es die Wut und das Unverständnis über das eigene Handeln oder Nicht-Handeln, wo es zu deinem eigenen Schutz wichtig gewesen wäre, was dich nicht zur Ruhe kommen lässt. Mit der stetigen Aktivierung deiner negativen Gefühle treten die körperlichen Empfindungen erneut zu diesem längst vergangenen Thema auf. Du bindest dich zudem an die Person, die diese unguten Emotionen in dir wach gerufen hat. Das, was du fühlst und was sich in dir rührt, war indessen schon vor dieser Erfahrung in dir vorhanden. Nicht dieser Mensch hat dir das zugefügt, sondern der Kummer und deinen Schmerz, kanntest du bereits aus früheren Zeiten. Er ist nicht neu, er wurde nur neu entfacht!

Gehe sanft mit dir um und versuche das Erlebte und die als äußerst schmerzvoll empfundene Konstellation anzunehmen und erkenne deine Eigenverantwortung für das Geschehnis. Nehme auch deine zu Anfang immer wieder kehrenden Gefühle diesbezüglich an und schaue genau hin, was diese dir vermitteln wollen und wo es wichtig wäre in Zukunft uneingeschränkt ehrlich und achtsam mit dir selbst umzugehen. Oft erkennen wir im nachhinein viele erfolgten Hinweise, die vermuten ließen, dass es zu einer schmerzhaften oder enttäuschenden Erfahrung kommen kann, die wir zu diesem Zeitpunkt einfach nicht sehen wollten. Unsere Täuschung über einen Menschen oder Umstand wird dann infolge ENT-TÄUSCHT!

Versuche die Person, um die es geht, in Liebe loszulassen. Wirklich in Liebe! Wenn sich Widerstand in dir regt, schaue genau hin, warum es dir so schwer fällt von diesem Schmerz Abschied zu nehmen. Viele Menschen können nicht vergeben, da sie stets einen Schuldigen für ihre eigenen Gedanken und Gefühle benötigen, um sich hierdurch kurzzeitige Erleichterung zu verschaffen, wenn sie die „Schuld“ ihrem Gegenüber zuschieben. Diese Menschen leben (noch) nicht in einer eigenverantwortlichen Weise.

Versuche frei zu werden von Wut, Verärgerung, Groll, Eifersucht oder was es auch sein mag. Versuche jedem Menschen, der dich deiner Meinung nach verletzt hat (in Wirklichkeit kann dich niemand verletzen) zu vergeben. Vergib ihnen und dir selbst jede Situation, die du besser hättest erleben oder klären können.

Bleibe stets im Frieden und in der Liebe. Praktiziere dies für dich, denn es kommt deiner Seele, deinem Körper und deinem Geist zugute.

Denn letztendlich hast du der Erwartung des „Anderen“ oder der „Andere“ deiner Erwartung nicht entsprochen.

Somit liegt die Ursache für Enttäuschung nur in jedem Menschen selbst. Der Andere trägt keine Schuld. Es liegt immer an dir, wie du mit der jeweiligen Erfahrung umgehen kannst und wie reflektiert und bewusst du dabei bist. Bleibe in der Eigenverantwortung für alles, was geschieht……

https://lichterwunder.com/2014/08/02/frieden-beginnt-in-dir/

Von Herzen ♥

Stefanie

Copyright Text und Bild 2015, Stefanie Will

 

Sei frei genug Fehler zu machen und Fehler zu verzeihen…

Der Weg des Lebens

Erlaube dir Entscheidungen, Handlungen und Sichtweisen, die sich vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt in deinem Leben als falsch herausstellen. Wobei ich persönlich finde, dass es FALSCH in dem Sinne, was unser Voranschreiten angeht, nicht gibt!

Was es auch sei und sei es noch so hinderlich, niederschmetternd oder schmerzhaft, es hilft dir, in deine gesamte Kraft zu gelangen.

Dies aber nur, wenn du das zunächst Unerwünschte annimmst und es nicht angehst. Bekämpfe nichts, versuche nichts los zu werden, in dem du dich dagegen sträubst oder gar verdrängst. Nimm dir oder anderen nichts übel, sondern nimm es an, schaue es an, lasse alle Gemütsbewegungen diesbezüglich zu und gehe durch sämtliche Facetten deiner  Gefühle und Emotionen hindurch. Trau dich, ihnen in ihrer gesamten Ausprägung und zeitweiser Unerträglichkeit zu begegnen, um ihnen Raum und Aufmerksamkeit zu schenken.

Nicht der leichte Weg ist erstrebenswert. Es darf leicht sein, ja, da sollte es unbedingt…..doch es darf auch schwer sein. Nur die Ausgewogenheit, die Balance zwischen den jeweiligen Extremen schafft Klarheit in deinem Sein und deinen Lebensthemen.

Gestehe dir und deinen Mitmenschen die Freiheit zu, Fehler zu begehen und sei weder zu dir selbst noch anderen gegenüber zu streng, starr und festgefahren. Verzeihe deinen Mitmenschen, wenn es irgendetwas gab oder gibt, was nicht deinen Vorstellungen entsprach.

Je mehr es dir gelingt zu vergeben, dir selbst und auch anderen, desto freier wirst du dich fühlen. Wenn du aus dem Augenblick heraus lebst und es dir gelingt, dich wirklich auf die Geschehnisse einzulassen, die Dinge sich entwickeln zu lassen, dann wirst du die Weite spüren, welche sich in deinem Herzen ausbreitet. Spüre diese Weite, diese Freiheit, die in deinem einzigartigen, wohlwollenden Handeln und Wirken liegt.

Von Herzen ♥

Stefanie

 

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis:

Schließe Frieden mit der Vergangenheit und komme mit dir ins Reine…

carrera / racing

Komme mit dir und den Dingen, Situationen, Reaktionen und allem, was du in der Vergangenheit hättest besser machen können, ins Reine!

Akzeptiere, dass du Fehler gemacht hast und auch noch in Zukunft machen wirst. Verurteile dich nicht selbst und vergebe dir all deine Handlungen, die heute nicht mehr deiner Vorstellung von dir entsprechen!

Gehe sanftmütig mit dir um und sei nicht so hart zu dir selbst! Du kannst nichts ungeschehen machen und du kannst die Zeit nicht zurück drehen.

Aber du kannst jeden Tag aufs Neue eine andere Entscheidung treffen, um das Beste von dir zu SEIN.

Laufe nicht vor dir selbst davon, sondern halte inne und erkenne, dass es immer einen Weg gibt, wenn du deinem Herzen folgst und deine Seele wieder schwingen darf.

Das Wichtigste ist, dass du dir selbst vergibst und du wirst sehen, dass es gar nicht so viel Mut und Kraft  kostet, wie du jetzt glaubst.

Erhebe dich aus deinen dunklen Gedanken und gib dir selbst die Chance, mit DIR Frieden zu schließen. Du wirst erleben, wie auch scheinbar unlösbare Verstrickungen sich wohlwollend lösen und dem Glanz der Ehrlichkeit und Liebe weichen.

Wir alle machen Fehler und genau daran können wir wachsen und uns weiter entwickeln.

Dir selbst zu vergeben ist außerordentlich heilsam und ein Akt der Selbstliebe.

Von Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: bachmont, „carrera / racing“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

Ein Beispiel, wie das Leben uns zur Selbsterkenntnis führt..

Wenn Du meinen Blog regelmäßig liest, kennst Du wahrscheinlich meine Geschichte der jüngsten Vergangenheit und wenn nicht, so kannst Du dies gerne unter dem Menüpunkt „Über mich“ nachholen. Wie sich mein Leben dadurch bedingt um 180 Grad gedreht hat, gleicht einem Wunder und ist für mich rückblickend ein regelrechtes Geschenk.

Doch warum gehe ich nun hier erneut darauf ein?

Das Schreiben stellte für mich schon als Kind und Heranwachsende eine Leidenschaft dar. Es war für mich DIE MÖGLICHKEIT mich tief aus meinem Innersten heraus mitzuteilen und dies gelang mir im geschriebenen Wort schon immer besser, als im Gesprochenen. Zudem ist es das, was mir am meisten Freude bereitet. So kam es, dass ich vor Jahren bereits ein Buch schrieb mit dem Titel:

„Die perfekte Frau“, Ihr Weg in eine glückliche Beziehung von Stefanie Will

 (bei Interesse per Klick über Amazon zu beziehen)

Tja, wie kam ich auf diesen Titel? Zum damaligen Zeitpunkt war es für mich absolut lebensbestimmend,  immer perfekt sein zu (müssen) wollen. Ich habe das „Müssen“ in Klammern gesetzt, da es zu meiner ausgeprägtesten Konditionierung meiner Kindheit gehörte.

So lebte ich diese Perfektion in allen Lebensbereichen und hatte entsprechend hohe Erwartungen und Anforderungen an mich selbst, an meine Beziehungen, sowie ganz allgemein an mein Umfeld. Ich übersah dabei so VIELES und das tut mir heute in der Seele weh. Zu diesem Zeitpunkt war es mir definitiv nicht anders möglich. Das Bewusstsein hierfür und die entsprechende Erkenntnis lieferte mir erst meine Krankheit.

Das unbändige Bemühen meinerseits, meinen Mitmenschen immer und zu jeder Zeit zur vollsten Zufriedenheit zur Verfügung zu stehen, hat mich letztendlich fast mein Leben gekostet. Über Jahrzehnte vollbrachte ich Höchstleistungen in allen Lebensbereichen und das Tragische daran war, dass ich tatsächlich glaubte, es gehöre so und wäre vollkommen normal. Ich verurteilte sogar  andere Frauen, wenn sie es nicht schafften, ein Kind zu haben, arbeiten zu gehen, einen perfekten Haushalt zu führen, zu kochen, sowie Mutter, Ehefrau und Geliebte gleichzeitig zu sein. Darüber hinaus unterlag ich dem Irrglauben, wir Frauen müssten zudem auch noch jederzeit hinreißend und beeindruckend in unserem Erscheinungsbild sein. Wahnsinn!!!

Was alles schief gelaufen ist, um dermaßen hart mit sich selbst und seinem Umfeld umzugehen,  es über Jahrzehnte noch nicht einmal anzuzweifeln oder zu bemerken, ist eventuell erahnbar. Es gab keine Schwächen, vielmehr ließ ich diese nicht zu, ließ sie mir nicht anmerken und ging permanent über meine eigenen Grenzen und somit taten es mir meine Mitmenschen gleich. Wie sollte es auch anders sein, sie überschritten meine Grenzen permanent. Ich war nicht dazu imstande ein klares „Nein“ oder „Stop“ auszusprechen. Sogar der Möglichkeit dessen, war ich mir nicht bewusst.

Mit den Jahren wurde ich zunehmend unglücklicher und unzufriedener, hatte häufig den Gedanken, mich selbst verloren zu haben und zu allem wurde ich das Gefühl nicht los, immer noch nicht gut genug zu sein. Eine insgesamt traurige Geschichte, welche vielleicht einigen unter Euch bekannt vor kommt.

Das Gefühl, nichts wert zu sein.

So kam es, wie es kommen musste. Immer häufiger bekam ich unterschiedliche Zeichen, um endlich die Notbremse zu ziehen. Meine Seele schrie förmlich nach Erlösung. Doch was machte ich? Immer und immer weiter und vor lauter Erschöpfung spürte ich mich selbst kaum noch. Bis zu dem Tag, als mich mein Schlaganfall heimsuchte und vollkommen zur Ruhe zwang. Manchmal braucht es sehr gravierende Mittel, um zur Vernunft zu kommen. Oder besser gesagt, endlich zu sich selbst zu finden.

Zu spüren, dass der eigene Wert nicht davon abhängig ist, wie sehr man andere Menschen zufrieden stellt und diese es zu würdigen wissen. Ich durfte auf diese harte Weise nicht nur mir selbst endlich begegnen, sondern ich bekam zudem hautnah zu spüren, dass von den Menschen, für die ich jahrelang da war, nichts mehr zu sehen war.

Im Grunde habe ich sehr oft gedacht, was für eine Ironie des Schicksals.

Ich, die Frau, welche immer die Perfektion verkörperte, lag nun da, konnte nicht mehr gehen, mich kaum noch bewegen und meine bis dahin schwindelerregende Schnelligkeit in Worten und Taten wich einer Langsamkeit, die mir gänzlich neu war. Ich bekam zudem auf sehr schmerzhafte und fast vernichtende Weise von meinem Freund zu spüren, was ich ihm tatsächlich bedeutet hatte. Denn ich war scheinbar für ihn nur so lange von Wert, wie ich genauso funktionierte, wie er es brauchte.

Doch auch hier an diesem Punkt, konnte es nur so kommen. Wenn wir uns erlauben, ganz ehrlich mit unseren eigenen Gefühlen und den Signalen zu sein, die uns das Leben immer wieder bereitstellt, müssen wir erkennen, dass es von uns selbst erschaffen wurde. Wir erschaffen jede unserer Erfahrungen und benötigen diese in genau dieser Form, um daran wachsen zu können. Wir dürfen uns selbst erfahren und erkennen.

Warum wollen wir alle perfekt sein? Warum streben wir immer weiter nach oben? Warum wollen wir die Anerkennung der Anderen?

Auf all dieses gibt es nur eine einzige Antwort: Wir wollen geliebt werden. Jeder von uns möchte einfach nur geliebt werden.

Doch auf diese Weise können wir die Liebe nicht erhalten. Ich persönlich erkannte erst in meinen dunkelsten Stunden, dass ich niemals getrennt war von dieser Liebe. Ich suchte sie an falscher Stelle und durfte erfahren, dass ich nichts tun muss, um perfekt zu sein. Wir alle sind vollkommen so, wie wir sind. Und die so unbändig ersehnte Liebe ist in jedem von uns, tief in unserem Inneren. Erst wenn wir diese Liebe erfahren, fallen alle Anstrengungen von uns ab.

Ich durfte auf diese Weise so viel Positives lernen, mich selbst in aller Tiefe erkennen und ebenso die Menschen um mich herum, was zu einem großen Wandel, sowohl in meinem Inneren, als auch in meiner äußeren Welt führte, woran ich Euch zu einem großen Teil hier in meinen Beiträgen teilhaben lasse.

Heute weiß ich ganz sicher: Jeder ist Schöpfer seines eigenen Lebens und seiner persönlichen Erfahrungen.  NICHTS geschieht aus heiterem Himmel.

Mit diesem Beitrag möchte ich gleich mehrere Botschaften übermitteln:

a) Selbst schmerzhafteste und unverständliche Situationen und Lebensumstände dienen letztendlich unserem Wachstum, wenn wir sie erkennen und annehmen.

b) Achte rechtzeitig auf Dich, damit es Dich nach Möglichkeit nicht in voller Härte trifft. Lass es erst gar nicht soweit kommen, wie ich es  getan habe.

c) Wandlung ist möglich! Zu jeder Zeit kannst Du einen anderen Weg wählen! Auch andere Menschen dürfen sich verändern oder irren!

d) Siehe Dich niemals als Opfer, sondern sei Dir Deiner Eigenverantwortung bewusst und das in jedem einzelnen Augenblick!

Wenn ich heute an mein o.g. Buch denke, muss ich richtig schmunzeln. Wie konnte ich dieses Thema derart ernst nehmen? Wie verbissen und wenig tolerant war ich in meiner Sichtweise auf die Dinge? Wie konnte ich überhaupt glauben, dass eine Frau einem derart überhöhten Anspruch entsprechen müsse? Wie konnte ich annehmen, dass eine derart starre Sichtweise von Erfolg gekrönt sein könnte?

Doch genau das, die Irrungen und Wirrungen sind das LEBEN! Es ist vollkommen in Ordnung seine Meinung zu ändern, einen anderen Weg einzuschlagen, etwas Neues auszuprobieren. Denn wie wollen wir uns sonst erkennen? Genau dafür sind wir alle hier!

Ich teile dies mit Euch, weil ich finde, es ist ein Beispiel dafür, wie facettenreich ein Leben sein kann und alles ist in jedem Augenblick so, wie es ist. Wichtig ist, sich selbst und anderen Menschen zu vergeben und sich im Klaren darüber zu sein, dass jeder, der unseren Weg ein Stück begleitet, letztendlich unseren eigenen Lernaufgaben dient. Wir sind genau dort, wo wir sein sollen.

Seid versöhnlich mit Euch selbst und gesteht auch anderen Menschen zu, dass Sie sich ändern können……..

 

Von ganzem Herzen und alles Liebe ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2014, Stefanie Will

Eine häufig gestellte Leserfrage…

Eine häufig an mich gerichtete Leserfrage lautet: „Wie schaffe ich es, anderen Menschen ihr Verhalten oder das Gesagte zu verzeihen“.

Diese oder ähnliche Fragen wurden in den letzten Wochen mehrfach durch Leserbriefe, persönlich, telefonische Kontaktaufnahme oder Mailanfrage an mich gerichtet.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich zuerst für das mir entgegengebrachte Vertrauen bedanken, wenn ihr mir von ganz persönlichen Erfahrungen, Emotionen und Erlebnissen berichtet und mir die Gelegenheit gebt, einen Blick auf eure Situation zu richten, worüber ich mich freue und sehr dankbar bin.

Plan BAuch freue ich mich über die Tatsache, dem Einen oder Anderen durch ein Gespräch eine Veränderung in der Betrachtungsweise der jeweiligen Problematik ermöglicht zu haben.

Vergesst nicht: Jedes Problem könnt ihr nur in EUCH lösen!!

Ich weiß, dass diese Worte oft nicht recht verstanden werden oder manche diesen Satz auch gar nicht hören wollen. Denn das „Problem“ sind bei vielen Menschen  „DIE ANDEREN“.

Die „ANDEREN“ werden getadelt, verurteilt, ihr Handeln war übertrieben, unmenschlich, aggressiv, laut, hysterisch, kindlich, unreif, ungerecht, egoistisch, mies und diese Bezeichnungen für ein eures Erachtens „falsches“ Verhalten ließe sich noch lange fortsetzen.

Etwas von sich selbst weg zu schieben und einen anderen Menschen schuldig zu sprechen ist leicht und weit verbreitet. Denn sich selbst einmal wirklich zu betrachten, das eigene Tun in Frage zu stellen, kostet Kraft und Mut. Genau an diesem Punkt richten ganz viele ihre Aufmerksamkeit lieber auf die Handlungsweise des Konfliktpartners und sehen sich selbst gar nicht mehr als aktiven Teilnehmer der Situation, sondern befinden sich nur noch in der Position der Bewertung des anderen Menschen und viele suchen sich dann auch noch die Bestätigung von außen, indem sie nicht aktiv teilhabende Personen mit ins Geschehene einbeziehen.

Dadurch erhoffen sich viele, ihr eigenes Verhalten zu legitimieren und sich auf diese Weise das Recht einzuholen, ihrem gefühlten Zorn, ihrer Wut, ihrem Unverständnis Platz zu schaffen.

Hier nun ein Pauschalrezept abzugeben, wie ihr  anderen Menschen verzeihen könnt, ist schwierig. Denn jeder von uns verfügt über seine ganz persönlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu reflektieren und jeder geht ganz anders mit einer Situation um. In Konfliktsituationen ist es daher enorm wichtig, genau da wirklich hinzuschauen und zu erspüren, an welchem Punkt sich dieser nach Rat sehnende Mensch befindet und welche innere Haltung ihn anleitet.

An dieser Stelle möchte ich euch sagen, dass es einer ganz individuellen und objektiven Betrachtung bedarf, um Wege oder Möglichkeiten zu erarbeiten und aufzuzeigen.

Natürlich gibt es hierzu zahlreiche Literatur oder Vergebungsrituale, allerdings sträube ich mich dagegen, ein „Allheilmittel“ für „Jeden“ zu benennen.

Ich kann nur aus meiner Erfahrung sprechen und glaube, dass es ein bedeutender und wichtiger Anfang in jeder Form von Konflikt ist, sich selbst zurück zu nehmen, einen Schritt zurück zu treten, vielleicht mehrere Tage vergehen zu lassen und die Situation zunächst einfach nur zu betrachten. Sie so zu betrachten, wie sie ist und nicht so, wie wir sie gerne gehabt hätten. Sondern ganz genau so, wie sie sich gezeigt hat.

Versucht so neutral wie möglich, alles anzuschauen. Das Verhalten der anderen Person, als auch das Eigene. Wenn es euch gelingt, eure Emotionen und Erwartungen zu beruhigen und einen liebevollen Blick auf den anderen Menschen zu werfen, könnt ihr häufig allein durch die Tatsache, nun als Beobachter zu fungieren, bereits Aspekte oder Gründe erkennen, warum sich diese Situation so und nicht anders zugetragen hat. Ihr wart beteiligt, in welcher Weise auch immer und da gilt es hinzuschauen und zu ergründen, was euch in diese Umstände gebracht hat.

Zeit vergehen zu lassen, ohne erneute Reaktionen herauf zu beschwören oder etwas erzwingen zu wollen, gibt euch aufgrund des Abstandes bereits die Möglichkeit, euch selbst und auch dem anderen Menschen zu verzeihen.

Oft ist es sogar wichtiger, sich selbst zu verzeihen, als der anderen Person. Wenn ihr euch z.B. verzeiht, zu lange in einem destruktiven Miteinander verharrt zu haben, in der ständigen Hoffnung, es würde sich irgendwann etwas verändern, so habt ihr euch sehr viel zugemutet und die daraus resultierende Ohnmacht und der entstandene Schmerz können losgelassen werden, in dem euch bewusst und klar wird, dass ihr es gewesen seid, die nicht die Kraft hatten, sich dieser Lage zu entziehen. Verzeiht euch und lernt daraus für künftige Erfahrungen. Ihr entscheidet, mit wem und in welcher Form ihr eurer Erleben gestaltet.

Wie ein Zusammentreffen oder ein Konflikt sich zuträgt, bestimmt nicht nur der Andere, sondern ihr habt in jedem Moment die freie Wahl, darauf einzugehen oder euch nach kurzer Ansage aus dieser Situation zu entfernen.

Lasst euch nicht dazu hinreißen, in eine schwierige und verbal verletzende Streitsituation zu geraten, die meistens im nach hinein von einem der Beteiligten bereut wird.

Ich persönlich sage mir immer wieder in mir unverständlich erscheinenden Reaktionen meiner Mitmenschen:

Jeder handelt nur so, wie er/sie kann.

Im selben Moment hat das Erlebte für mich eine vollkommen andere Gewichtung und fast zeitgleich kann ich das Gesagte verzeihen. Wichtig ist, dass ihr nicht alles persönlich nehmt und ausschließlich auf euch bezieht.

Der Andere kann nur so viel Macht über euch erlangen, wie ihr ihm gebt!!!

Gerne könnt ihr mich bei persönlichen Fragen kontaktieren.

 

Von Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright, Text 2014 stefanie will

Bildnachweis:  af-arts, „Plan B“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

Vergebung

Vergebung ♥

Hierbei handelt es sich wohl um eine der schwierigsten Handlungen für viele unter uns.

Wie oft sind Menschen zerstritten, sie sind wütend aufeinander, wollen einander nicht verzeihen, sprechen nicht mehr miteinander. Sie fühlen sich ungerecht behandelt, belogen, betrogen, verlassen und was es sonst noch alles an unangenehmen Erlebnissen geben kann.

Viele sind nach Jahren noch verbittert, verärgert oder hadern mit ihren Erfahrungen. Sie können einfach nicht Loslassen.

Doch genau das ist es.  Es ist….wie es ist! Akzeptiert diese Erfahrung und gebt Euch diesen Gefühlen hin. Nehmt sie an, so wie sie sind und lasst die betreffende Person in Liebe los. Wirklich in Liebe, leistet in Euch keinen Widerstand, gebt Euch dem Moment hin, mit jeder Faser Eures Daseins.

Denn ihr schadet Euch nur selbst mit destruktiven Gedanken an Vergangenes und begebt Euch in eine Endlosschleife. Ihr bindet Euch damit an diese Menschen. Es ist…wie es ist! Versucht frei zu werden von Wut, Verärgerung, Enttäuschung, Eifersucht oder was es auch sein mag.

Versucht jedem Menschen, der Euch Eurer Meinung nach verletzt hat (in Wirklichkeit kann Euch niemand verletzen) zu vergeben. Vergebt Ihnen und Euch selbst für jede Situation, die ihr besser hättet erleben oder klären können.

Bleibt stets im Frieden und in der Liebe.

Denn letztendlich habt Ihr der Erwartung des Anderen oder der Andere Eurer Erwartung nicht entsprochen. Somit liegt die Ursache für Enttäuschung nur in jedem Menschen selbst. Der Andere trägt keine Schuld. Es liegt immer an Euch, wie Ihr mit der Erfahrung umgehen könnt. Bleibt in der Eigenverantwortung für alles, was geschieht……Vergebung heilt.

Von Herzen ♥

Stefanie

 

©Text stefanie will, 2014