JEDER darf bei sich SELBST bleiben…

20170215_0849203

Je bewusster ein Mensch wird, sein Leben entsprechend formiert, desto mehr dient er als Spiegel und Angriffsfläche für diejenigen, die entweder (noch) nicht wissen, was Bewusstsein oder Bewusstheit tatsächlich beinhaltet und bedeutet oder derer, die glauben, bereits WEITER zu sein.

Was für ein IRRGLAUBE…..

Zu werten, zu verurteilen, zu beschimpfen und zu degradieren fällt dem „unbewussten“ Menschen meist leicht, da er nicht weiß, worum es dem anderen Menschen tatsächlich geht und ihm das, worum es geht, (noch) nicht zugänglich ist.

Und dieses NOCH unterliegt keinerlei Bewertung, denn jeder steht genau da, wo er steht und kein einziges Leben oder kein einziger Weg ist mit dem Leben oder dem Weg eines anderen Menschen zu vergleichen.

Etwas Wesentliches, was wir jedoch alle gemeinsam haben, ist unsere Ursprungsquelle.

Das selbst erzeugte Leid, welches durch Vergleich, Neid, Missgunst und Unfrieden erzeugt wird, wird so lange existieren, wie das dadurch kurzfristige Empfinden der scheinbaren Überlegenheit derjenigen, die das Angreifen anderer für legitim halten, Befriedigung schenkt.

Und die, die glauben weiter vorangeschritten zu sein, sind ebenso weit von Bewusstheit entfernt, sonst kämen sie nicht auf einen derartigen Gedanken!!

Niemand kann einem anderen Menschen den Weg weisen oder sich anmaßen, zu glauben oder zu wissen, was DIE WAHRHEIT ist.

Auf die Suche nach der WAHRHEIT kann sich nur jeder selbst begeben, wenn er den dringlichen Wunsch danach in sich verspürt und wenn nicht, dann ist es ebenso gut.

Allerdings steht es auch NIEMANDEM zu etwas in Frage zu stellen, wenn er gar nicht weiß, was ALLES existiert und möglich ist und dieser Mensch sich in einem eher mechanischem Lebensmodus befindet, der keinerlei Achtsamkeit, Bewusstheit Respekt, Liebe und Toleranz zulässt.

Anstatt ständig im Außen danach zu Suchen, wo es etwas zu kritisieren, zu bewerten und im Gegenüber zu verurteilen gibt, darf sich der (NICHT) – Suchende einmal ganz genau anschauen, was es bei ihm selbst und seinem INNEREN in einer nicht zu beschreibenden Vielfalt zu entdecken gibt.

Es geht in unserer aller Leben um sehr VIELES, aber nicht darum, sein EGO zu speisen und ÜBER anderen Menschen zu stehen, Macht zu signalisieren, Angst zu schüren und womöglich noch dem irrigen Glauben ausgeliefert zu sein, BESSER oder WEITER als seine Mitmenschen zu SEIN.

NIEMAND ist BESSER oder SCHLECHTER als der ANDERE!!!

Lasst einander einfach in Frieden leben und guckt auf EUCH selbst, denn an dieser Stelle hat JEDER von uns genug zu schauen, zu entdecken und zu transformieren.

Wir ALLE lernen bis zu unserem letzten Atemzug und darüber hinaus……

Keiner von uns kann wissen, was der Lebensplan eines anderen Menschen beinhaltet und in dieser Anschauung erübrigt sich alles WEITERE…….

Von Herzen ❤

Stefanie

Text und Foto 2017: stefanie will

Advertisements

Dein Weg zurück zu Dir…

Winternachmittag

Wenn Du mit offenem und liebendem Herzen jede Deiner Erfahrungen

als Wegweiser zu Deinem nächsten Schritt akzeptierst…

 

Wenn Du Dich von der Bewertung und Kategorisierung immer weiter entfernst

und alles so annehmen kannst, wie es sich Dir präsentiert…

 

Wenn Du aufhörst, Dich in einer Opferrolle zu sehen und Du zunehmend die

Verantwortung für Dich, Deine Worte und Handlungen übernimmst…

 

Wenn Du Dich dem Leben in unerschütterlichem Vertrauen an die

göttliche Führung hingeben kannst…

 

Wenn Du die Botschaften, welche oftmals in sehr schmerz- und leidvollen Einsichten an die Oberfläche kommen, erkennen und annehmen lernst…

 

Wenn Du zunehmend häufiger in tiefem, innerem Frieden und Harmonie

verweilend Deinen Alltag begehst…

 

Wenn Du erkennen durftest, dass wir alle miteinander verbunden sind und tiefe Liebe

sich in Dir über diese Erkenntnis ausbreitet…

 

dann bist Du auf einem  WUNDERVOLLEN  Weg zurück zu DIR.

 

Von ganzem Herzen ♥

 Stefanie

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: freshbreeze, „Winternachmittag“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank www.piqs.de

Dualseelenliebe vs. Selbstliebe…

Komm, mein Poet, und finde mich (IV)

Das Thema Dualseele ist in der Häufigkeit der an mich gerichteten Mails und Zuschriften weit vorn, vor allen anderen Themen.

Nie hätte ich gedacht, dass sich derart viele Menschen mit diesem Thema auseinander setzen müssen, dürfen, wollen oder gar nicht anders können, als es zu tun! Nie hätte ich gedacht, dass so viele Menschen sich in für sie als so aussichtslos und als extrem schmerzhaft bis unerträglich empfundener Situation befinden.

Ob tatsächlich jeder der angesprochenen Menschen seine Dualseele getroffen hat oder ob diese Verbindung das Treffen eines normalen Seelenpartners oder aber auf ganz anderen Verstrickungen oder einer karmischen Liebesbeziehung beruht, können wir nicht genau wissen, auch wenn die meisten von ihnen immer wieder von sehr übereinstimmenden und ähnlichen Erfahrungen berichten.

Es geht auch nicht darum, es hundertprozentig zu wissen, sondern genau hin zu schauen, was wir fühlen und da wirst jeder EINZELNE tief in sich drin die Antwort wissen, die von außen nicht beantwortet werden kann.

Für Dich ist ausschlaggebend, was Du fühlst und zu erkennen, was diese Erfahrung Dir zeigen möchte. Die Begegnung wird Dir ein hohes Potential an geistig-seelischer Entwicklung bereit stellen. 

Vertraue auf Deine Gefühle und lasse Dich nicht zu sehr durch andere leiten oder verunsichern.

Es ist in seiner Gesamtheit betrachtet ein Segen, diese tiefen Empfindungen erfahren zu dürfen. Die Tiefe der Gefühle und Emotionen schlagen jedoch in beide Richtungen gleich weit aus. So übermächtig die Glücksempfindungen auch sind, so vernichtend ist das empfundene Leid in Bezug auf die Dualseele.

Nichts oder kein anderer Mensch berührt uns auf diese einzigartige Weise und kein anderer Mensch kommt uns so nahe, wie unsere Dualseele.

Was in Bezug auf die Dualseelenliebe ganz wichtig ist zu erfahren oder zu erkennen, ist damit aufzuhören, mit ENTWEDER/ODER-Gedanken an das Thema heran zu gehen.

Unsere vorderste Lernaufgabe mit unserer Dualseele ist es, die sich in UNS zeigenden Konflikte wieder einer Ganzheit zu zu führen. Sich den Themen Liebe, Nächstenliebe und Selbstliebe zu nähern.

Wir können diese Themen nur für uns selbst transformieren und letztendlich heilen. Die Glücksgefühle und das Gefühl der Symbiose mit dem anderen muss sich zuerst in uns ganz alleine vollziehen. Die Dualseele erinnert uns daran, in welcher Harmonie und Vollkommenheit Gefühle schwingen können. Doch kaum ist die Dualseele nicht mehr anwesend, entsteht in vielen Betroffenen eine dunkle Schwere und fast schmerzhafte Sinnlosigkeit.

Zu allererst müssen wir erkennen, dass es nicht der ANDERE ist, der uns dieses Leid zufügt! Dieses Leid trägst Du bereits in Dir und genau dieses hervorkommende Thema will in Dir geheilt werden. Wir dürfen die Dualseele nicht für unsere derart intensiven Empfindungen verantwortlich machen. Sehr wichtig ist im Umgang mit der Dualseele, stets zu versuchen, bei sich selbst zu bleiben und nicht durch die symbiotische Verbindung zu glauben, dass wir die Lösung des „Problemes“ nur mit der Dualseele gemeinsam schaffen können.

Diese unergründliche  Liebe möchte sich insgesamt in Dir ausbreiten und nicht nur für diesen EINEN Partner vorhanden sein. Liebe beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Person! Dieses von Dir empfundene bedeutende Gefühl der Liebe möchte von Dir in Freude angenommen werden. Es zeigt sich Dir in aller Intensität, um Dich daran zu erinnern, wer Du bist und woher Du kommst. Es gilt, die Begrenzung aufzuheben, zu glauben, diese Liebe wäre nur für diesen einen Menschen reserviert. Es gilt, Dich wieder der Liebe selbst hinzugeben, die Liebe als solches in Dein Leben zu integrieren und Dich von Abhängigkeiten der gebundenen Ausschließlichkeit zu lösen. Dich selbst wieder zu befreien und zu einem glücklichen, freien, freudvollen Wesen zu werden.

Es ist Deine Aufgabe genau auf Dich zu schauen und Dein empfundenes Leid für Dich und in Dir zu erlösen. Es ist von entscheidender Bedeutung diese umfassende Liebe in genau dieser Intensität zuerst für Dich und ganz allein aus Dir heraus zu entwickeln, bevor Du überhaupt eine erfüllende Partnerschaft eingehen kannst. Eine friedvolle Harmonie in Deinem Herzen, welche erst eine freie und nicht mehr derart anhaftende Verbindung möglich machen kann.

Immer wieder werde ich gefragt, ob man denn dann, wenn man es in sich gelöst oder geheilt hat, mit seiner Dualseele zusammen kommt?

Diese Antwort kann ich Dir nicht geben, denn es kommt diesbezüglich auch darauf an, in welcher Phase der Entwicklung der andere Mensch steckt. Oft ist es so, dass einer von beiden noch nicht so weit ist, diese Themen in ihrer gesamten Ausprägung anschauen zu wollen.

Auch hier ist Zurückhaltung geboten. Du kannst nur Deine eigene Entwicklung fördern, aber versuch niemals den anderen diesbezüglich zu bedrängen. Jeder hat das Recht und die Freiheit selbst zu entscheiden, welchen Themen und zu welchem Zeitpunkt er sich diesen stellen möchte.

Bleibe immer nur bei Dir und erfahre so, wie sich diese Liebe in Dir hält und sich selbst genug sein kann.

Wenn Du in Dir diese Liebe für Dich entwickeln kannst, gibst Du den geliebten Menschen ganz automatisch frei und erkennst, das es um die LIEBE als Thema in Dir ging. Du bist nun fähig, Dich selbst mit und aus dieser Liebe heraus zu nähren! Deine Abhängigkeit existiert nicht mehr!

Es geht somit vordergründig darum, den Ausgleich oder die Harmonie zwischen den Extremen wieder herzustellen und Deine eigene Liebesfähigkeit zu harmonisieren.

Deswegen schrieb ich oben, dass wir aufhören müssen in ENTWEDER/ODER-Gedanken zu denken.

DU kannst es nur in DIR heilen und wenn Dir dies gelingt, wirst Du spüren, dass Deine inständigen Gefühle für Deine Dualseele noch genau so in Dir vorhanden sind. Allerdings kannst Du diesen Menschen freigeben, weil Du im Idealfall keine Erwartungen mehr an ihn richtest.

Die Schwere, die Präsenz des anderen tritt in den Hintergrund und für sehr, sehr wichtig erachte ich persönlich, dass wir uns davon lösen, zu glauben, dass nur dieser Mensch zu unserem Glück führt. Wir werden mit diesem Menschen auf eine gewisse Art und Weise immer in einer Art Herzensverbindung verbunden sein, aber wir selbst sind für unsere Glückseligkeit verantwortlich!

Nutze Deine Dir sich dadurch gebotene Möglichkeit und die große Chance der Selbsterkenntnis. Unsere Dualseele hat uns gezeigt, zu welcher Intensität und Leidenschaft wir fähig sind und das ist ein wunderbares Geschenk, worüber wir dankbar sein können.

Ich weiss, dass Du zum gegenwärtigen Zeitpunkt glaubst, dass dieses Gefühl mit keinem anderen Menschen reproduzierbar ist. In dieser Phase stecke ich (hin und wieder) auch noch :-). Ich für mich beschäftige mich mit diesem Thema aktuell auch nicht weiter. Denn die neu gewonnene Liebe für das eigene SEIN sowie die Liebe für alles, was ist, benötigt nach meinen momentanen ganz persönlichen Empfindungen keinen neuen Partner. Es ist berauschend, selbst Liebe zu sein und diese Liebe in alle Richtungen zu senden.

Ich wünsche Dir viel Kraft auf diesem zunächst so schmerz- und leidvollen Weg. Dieser Weg führt Dich zu Dir selbst und das ist meines Erachtens das Wundervolle an dieser Erfahrung. Sich selbst mit allen Facetten zu begegnen und dieses Geschenk in Liebe anzunehmen.

Unser Denken entscheidet darüber, was wir für uns wünschen und bereit sind zu erfahren, zu erkennen und zu integrieren. Solange Du glaubst, einen Partner haben zu müssen oder unbedingt mit Deiner Dualseele zusammen sein zu wollen, gibt es in Dir immer noch ungelöste Anteile, die eine von Liebe getragene Beziehung nur schwer möglich machen.

Solange Dir etwas fehlt und Du glaubst, der ANDERE könne Dir dies nur geben, kann es nicht funktionieren. Es wäre eine Beziehung in Unfreiheit und diese Unfreiheit würde sich erneut extrem belastend auswirken.

Sieh Dich nicht als Opfer dieser zu Anfang so unerträglichen Situation. Sorge gut für Dich selbst, schau auf Dich und Deine Bedürfnisse. Versuche Deine Gedanken vom anderen abzuziehen, um wieder in Deine gesamte Kraft zu kommen. Versuche in und mit Dir in DEINE EINHEIT zu kommen und mit der Zeit wird es leichter und lichter und irgendwann ist es eventuell sogar möglich, mit Deiner Dualseele einen Neuanfang zu starten, wenn ihr beide so weit seid………..

Von ganzem Herzen ♥

Stefanie

Besuche mich doch auch einmal unter https://stefaniewill.com/

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: ThomasSchaal, „Komm, mein Poet, und finde mich (IV)“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

Liebende Selbstfürsorge in einer Krisensituation…

Herz aus Stein(en)

Wir alle sind während unseres Lebens unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Nicht immer haben wir darauf einen Einfluss und wenn unerwartete Ereignisse uns zu überwältigen drohen, entsteht in uns der Eindruck, man zöge uns den Boden unter den Füßen weg. Wir haben das Gefühl, unser gesamtes Leben gerät ins Wanken und manchmal ist es so schlimm, dass wir glauben, es nicht zu schaffen und die noch vorhandene und dringend benötigte Kraft sackt förmlich in uns zusammen. Wir fühlen uns schutzlos, ausgeliefert, allein und restlos überlastet.

Es gibt Krisen aller Art und jeder Mensch geht entsprechend seiner Lebensgeschichte anders an Krisen heran und jeder hat biographiebedingt unterschiedliche Strategien, um sich einigermaßen unbeschadet aus einer Krise hervorzubringen.

Krisen stellen uns zum Teil vor große Herausforderungen und dennoch sind sie immer auch eine Chance. Denn ohne Krisen gäbe es kein Wachstum und dies betrifft unser Inneres genauso, wie es Situationen im Außen gibt.

Was für jeden einzelnen eine Krise darstellt ist ebenso sehr differierend.

Mögliche Krisen können sein:

  • Arbeitsplatzverlust
  • Scheidung
  • Trennung
  • Beziehungsprobleme
  • Geldsorgen
  • Existenzängste
  • Krankheit
  • Verlust oder Tod eines geliebten Menschen
  • Renteneintritt
  • Unfälle
  • Erschütterungen auf kollektiver Ebene
  • Naturkatastrophen

und einige mehr…..

Manchmal treten sogar einige der genannten Dinge gleichzeitig auf und wo einer der Punkte bereits eine große Hürde darstellt, können parallel auftretende Probleme zu einer echten Katastrophe ausarten, wo sich der Betroffene vollkommen überstrapaziert und allein gelassen fühlen kann.

Nicht jeder hat das Glück einer stabilen und sicheren Partnerbeziehung oder einer selbsttragenden Familie, die hinter der von der Krise betroffenen Person stehen. Leider ist es auch häufig der Fall, dass sich Freunde oder Bekannte von Menschen abwenden, welche ihre Unterstützung gerade dann am dringendsten bedürfen würden. Nicht jeder hat die Kraft und die Energie sich ganz alleine durch eine Belastungssituation hindurch zu bringen.

Auch das Hinzuziehen eines Psychotherapeuten sollte in Betracht gezogen werden, sofern andererseits keine beständige Begleitung vorhanden ist.

Das Allerwichtigste an solchen Wendepunkten im Leben, wie ich Krisen gerne bezeichne, ist die Beachtung der Selbstfürsorge und dies ohne Einschränkungen. Selbstfürsorge kommt oftmals zu kurz und es gibt Menschen, die sich damit aufgrund ihrer Erziehung und eher selbstschädigenden Handlungsweisen noch nie befasst haben. Sofern dies nicht Schritt für Schritt beachtet und geübt wird, ist es für diese Menschen noch schwieriger, positiv in die Zukunft zu blicken.

Doch wie stellen wir das an? Was ist liebende Selbstfürsorge? Wo fängt sie an und wo hört sie auf?  Die Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun!

 Vielleicht interessiert Dich hierzu folgender Beitrag: https://lichterwunder.com/2014/07/09/verwechslung-von-selbstliebe-und-egoismus/

In der Selbstfürsorge liegt die Wertschätzung der eigenen Person und leider ist es so, dass viele Menschen darauf ausgerichtet sind, es stets nur ihren Mitmenschen und Familienangehörigen recht zu machen, deren Bedürfnisse zu erfüllen, ihnen geradezu alle Wünsche von den Augen ablesen und sich selbst dabei vollkommen ungeachtet lassen und gänzlich übersehen.

Auf Dauer kann ein derart verfassungsfeindliches Verhalten der eigenen Person gegenüber schon Grund genug sein, in eine Krise zu geraten. Durch die permanente Missachtung der eigenen Bedürfnisse entsteht ein zerstörerisches Defizit. Entweder sind sämtliche Kraftreserven erschöpft, die Gesundheit leidet oder es kommt zu anderweitigen zwischenmenschlichen Störungen.

Wenn Du in einer sogenannten Katastrophe steckst, eine Situation Dich extrem herausfordert und es zu physischen wie psychischen Störungen kommt, ist von großer Wichtigkeit, fürsorglich mit Dir selbst umzugehen.

Ärgere Dich nicht über Dein Befinden, versuche sachlich und so wenig emotional wie möglich an die Situation heran zu gehen. Versuche den Sinn Deiner Krise zu erkennen, sie gibt Dir die Möglichkeit, Deine Lage einmal ganz genau und von allen Seiten zu betrachten. Siehe die eventuelle Aufgabe, welche sich hinter Deiner Problemsituation versteckt und die große Chance darin, endlich einen längst überfälligen Wandel herbeizuführen.

Doch wenn wir mittendrin stecken, helfen uns oft keine gut gemeinten Ratschläge oder irgendwelche Bewältigungsstrategien anderer. WIR stecken fest und fühlen uns unverstanden, denn wie soll der andere auch nachvollziehen können, wie es uns tatsächlich geht?

Wer sich in einer Krise befindet, steckt emotional sehr häufig in einer regelrechten Ausnahmesituation. Die Gedanken kreisen unaufhörlich und diese verschlimmern das Befinden zusätzlich.

Doch genau hier musst Du selbst ansetzen! Hier setzt deine liebende Selbstfürsorge an!

Nicht jeder gut gemeinte Ratschlag ist für jeden richtig. Manche Menschen bevorzugen den Rückzug, sofern es ihnen in irgendeiner Form schlecht geht. Sie suchen die Stille und tauchen in ihr Inneres ein, um wieder in ihre Balance zu finden. Um sich der Betrachtung der eigenen Handlungsweise bewusst zu werden.

Für mich persönlich ist der RÜCKZUG und die STILLE die höchste Form der Selbstfürsorge neben den ganz allgemein wichtigen körperlichen Grundbedürfnissen.

Selbstfürsorge bedeutet auch, sich komplett auf sich zu besinnen, um heraus zu finden, was wohltuend wirkt. Sich einen inneren Raum zu schaffen, um allen Gedanken und Gefühlen zu begegnen. Sich mit seinem Schmerz, Kummer, Enttäuschung, Verzweiflung, Einsamkeit und Hilflosigkeit auseinander zu setzen. Allerdings sollte die Zeit der Selbstfürsorge in einem ausgewogenen und gesunden Wechsel mit der Zeit stehen, die für die Problembewältigung der Krise aufgewendet wird. Es ist außerordentlich wichtig, sich nicht nur mit der zerstörerischen und katastrophalen Lage zu beschäftigen, sondern zu versuchen, trotz dieser Tatsache, dennoch auch noch die schönen Dinge des Lebens zu sehen.

Sich ganz bewusst dem Blick in die Natur hinzugeben und so oft es möglich ist, frische Luft zu tanken. Das bewusste Atmen hilft sehr schnell in die innere Mitte zu finden.

Auch ganz banale Dinge, welche nur allzu oft vergessen werden, können sehr tröstend wirken.

  •  Ausreichend Schlaf
  • Regelmäßige und gesunde Mahlzeiten
  • Viel frische Luft
  • Bewegung
  • Sport
  • Hobbies
  • Entspannungsübungen
  • Meditation
  • Yoga
  • Lieblingsmusik
  • Lieblingsfilm
  • Ablenkung durch Kurzurlaub
  • Auszeit
  • Abstand zur Konfliktsituation
  • Abstand von Menschen, die einem nicht gut tun
  • Blumen

Zur liebenden Selbstfürsorge gehört, sich stets gut um sich selbst zu kümmern. Harmonische Beziehungen zu pflegen sowie zusätzlichen Stress und Druck zu vermeiden. Entziehe Dich einer dauerhaften Drucksituation, denn eine gewisse Zeit können wir das aushalten, aber wenn wir die Grenze des Erträglichen überschreiten, kann uns der Druck kaputt machen.

Wenn bereits eine Krise eingetreten ist und Du erschüttert bist, halte alles und jeden von Dir fern, der Dich zusätzlich belastet oder der nur seine eigenen Themen im Vordergrund sieht. 

Setze ab sofort klare Grenzen nach außen und stehe für Dich ein. Äußere was für Dich geht und was überhaupt nicht machbar ist.

Kämpfe für Deine Selbstbestimmung und äußere klar, wie es Dir geht, was Du brauchst und wie man Dir helfen kann.

Versuche, egal was geschieht, nicht nur schwarz zu sehen und vertraue Dir und Deinem Gefühl. Vielleicht ist es ja längst überfällig, Dich endlich an erste Stelle zu setzen, bevor Du Dich um irgendjemand anderen kümmerst.

Schaue genau, was für Dich richtig ist, ob Du lieber alleine sein möchtest oder ob Dir die Nähe anderer Menschen hilfreich ist.

Denn leider ist nicht jeder Kontakt förderlich. Viele Menschen neigen dazu, Krisen oder Schicksalsschläge im Gespräch zu dramatisieren und schlussendlich kann man sich anschließend schlechter und niedergeschlagener fühlen, als ohnehin schon.

Mute Dir nicht noch hinzukommende Strapazen und Belastungen zu. Ein klares Nein solltest Du Dir jederzeit erlauben können.

Ich weiß selbst sehr genau wie sehr eine Krise uns erschüttern kann. Meine ganz persönliche Herangehensweise an die schlimmste Zeit meines Lebens war die Bewusstwerdung, dass es immer auch noch etwas anderes neben dem Schicksalsschlag gibt. Es hört sich vielleicht seltsam an, aber ich persönlich habe immer versucht, trotzdem in ALLEM und JEDEM das SCHÖNE und GUTE zu sehen und habe versucht, mich daran festzuhalten und zu erfreuen.

Manchmal geschah es dadurch, dass ich in meiner Verzweiflung unter Tränen plötzlich durch irgendetwas Unvorhergesehenes lächeln musste. Es war fast so, als wollte mich das Leben daran erinnern, dass es immer und jederzeit BEIDES gibt. Das Leid und die Freude! Die Einsamkeit und die Liebe! Die Verzweiflung und der Frieden!

 

Von ganzem Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text, 2015 Stefanie Will

Bildnachweis: Barbara Unterberger, „Herz aus Stein(en)“, CC-Lizenz (BY 2.0),
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Kraft unseres Herzens…

Manchmal verliert man etwas aus den Augen, aber nie aus dem Herz

Die Kraft unseres Herzens birgt die größte Kraft unseres Körpers. Das Herz vollbringt eine enorme Leistung, welche uns meist nicht wirklich bewusst ist. Es ist der größte Muskel des menschlichen Körpers und gleichzeitig Motor unseres gesamten körperlichen Daseins. Unaufhörlich steuert unser Herz den gesamten Blutkreislauf und gewährleistet unser tägliches Wohlbefinden.

Das Herz will gut behandelt werden und reagiert sofort auf Störungen jeglicher Art.

Wir können es auch als Organ der Mitte bezeichnen. Denn es ist nicht nur körperlich „mittig“ in unserem Körper angeordnet, sondern auch emotional als Zentrum unseres Wohlergehens zu bezeichnen.

Unser Herz möchte gehört und beachtet werden!

Es signalisiert uns nicht nur in Form seines Taktes Botschaften, sondern ebenso durch Gefühle, die uns beständig als Information dienen können. Doch wer hört tatsächlich auf sein Herz? Viele beachten es leider kaum, nehmen es als selbstverständliches Organ, wie jedes der anderen Organe auch,  hin. Bei sehr vielen Menschen steht der nicht greifbare Verstand vor ihrem „wundervollen“  (und das meine ich wörtlich) Herzen.

Das Herz vollbringt tatsächlich Wunder! Im Verlauf eines einzigen Tages pumpt es ca. 6000 – 8000 Liter Blut durch unser Blutgefäßsystem und dies entspricht der Menge des Volumens eines Tanklasters. Es schlägt an jedem einzelnen Tag ca. 100 000 Mal! Das Herz vollbringt Höchstleistungen und das ganz selbstverständlich, während wir unseren Alltagsverrichtungen nachgehen.

Unser Herz ist der zentrale Taktgeber unserer Verrichtungen und bestimmt somit rhythmisch unsere Körperfunktionen. Es entspricht einem rhythmischen Muster und dieses wird stark durch unsere Emotionen beeinflusst. Somit haben nicht nur unser Handeln einen nicht unerheblichen Einfluss, sondern ebenso unsere Gedanken und Emotionen.

Wir dürfen die schädigenden Auswirkungen von Verlust, Schmerz, Leid, Kummer, Stress und Sorgen nicht unterschätzen!

Nicht umsonst heißt es zum Beispiel: Er/Sie starb an gebrochenem Herzen.

Dies können wir wörtlich nehmen, denn unser Herz ist sehr empfindsam und reagiert umgehend auf Verletzungen und (ungelöste) Konflikte. Dies kann sich in unterschiedlichen Symptomen äußern.

Nicht nur der schnelle Herzschlag, wie z.B. bei Aufregung oder Anstrengung, kann ein mögliches Signal sein. Rhythmusstörungen, Schweißausbrüche, Bradycardie (zu langsame Herzfrequenz), regelrechte Herzschmerzen oder allgemeine Schwäche können ebenso mögliche Beschwerden sein. Das Herz gilt als psychosomatisches Organ schlechthin. Unser Herz kann beispielsweise bei unverarbeiteter Verletzung und dadurch bedingtem emotionalem Schmerz seinen Herzschlag sogar plötzlich einstellen. Somit können Enttäuschungen und Verletzungen durch andere zur tödlichen Verletzung werden.

Hieraus können wir ganz klar unsere Eigenverantwortung erkennen und die enorme Wichtigkeit, mit welchen Menschen wir uns umgeben, wie wir mit uns selbst umgehen und andere mit uns umgehen lassen.

Warum erwähne ich das? Ich glaube, es ist für jeden wichtig zu wissen, welche Auswirkungen das Handeln von uns auf andere Menschen haben kann. Es ist wichtig, sich der Verantwortung bewusst zu sein. Sich klar zu machen, wie etwas auf unser Gegenüber wirkt. Sich Bewusstheit darüber zu verschaffen, dass es egal was passiert, nicht um Macht und Kampf, um Verletzung und Demütigung, sondern um Verantwortung und Liebe geht. Wir entscheiden darüber, wie verantwortungsvoll wir mit uns selbst, unserem Körper und unserem Herzen umgehen. Aber wir entscheiden genauso darüber, wie wir unseren Mitmenschen gegenüber treten.

Wenn wir uns unseres Herzens wirklich vollkommen bewusst oder auf dem Weg dorthin sind, dann gibt es keine Veranlassung mehr, anderen schaden zu wollen und genauso wenig lassen wir nicht mehr zu, dass uns geschadet wird. Wir sehen keinen Grund mehr darin, uns langen Diskussionen und Dramen hinzugeben. Ebenso wenig sind wir noch für Streit oder Unstimmigkeiten zu haben. Es geht nicht mehr um Recht oder Unrecht, um richtig oder falsch.

Wir vergeben uns und anderen die Tatsache, unser Herz nicht mit voller Achtung beachtet zu haben.

Die elektrischen Impulse des Herzens wirken unmittelbar auf jeden anderen Menschen und gehen somit in Resonanz. Auch ohne ein einziges Wort können wir das elektromagnetische Feld von anderen Menschen direkt spüren und es kann auch nachgewiesen werden.

Wir sind alle auf der Herzensebene miteinander verbunden und jedes Herz verrichtet Unsagbares. Das Herz wirkt durch Liebe und Frieden und kommt erst durch das Missverstehen des Verstandes, welcher uns aus diesem Aspekt des wohlwollenden Miteinanders herausbringt, in Durcheinander.

Wenn wir einmal wirklich darüber nachdenken und uns darauf einlassen, welch großes Wunder in jedem EINZELNEN von uns steckt, stellt sich nach meinem Empfinden Demut für das eigene Sein, aber auch für jeden Mitmenschen ein. Schaue stets auf den wahren Kern der Menschen!

Große Liebe und Kraft entspringt jedem Herzen. Nutzen wir diese Kraft für ein fried- und liebevolles Miteinander!

Das Herz möchte Leben und Liebe schenken, möchte sich öffnen. Auf einer gewissen Ebene ist das Herz „Zentrum und Zugang“ zu unserer Göttlichkeit. Nutzen wir diese heilende Kraft um Wertschätzung, Respekt und Mitgefühl für alle Lebewesen zu empfinden. 

Das Herz zeigt uns immer den richtigen Weg. Es geht nur darum, diese Botschaften zu verstehen und ihnen vertrauensvoll zu folgen.

 

Von Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2014, Stefanie Will

Bildnachweis: Nicola, „Manchmal verliert man etwas aus den Augen, aber nie aus dem Herzen !“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de