Vergesst die Freude nicht…

Hände… die Ihr verschenken könnt!

Erst am vergangenen Freitag hatte ich die Gelegenheit einer meiner Texte öffentlich vorzutragen. Es ging um das Thema „Lebendigkeit“ und als ich so in die Runde der Anwesenden sah, fragte ich mich, ob meine Wahl des Textes die Richtige war und ob meine Botschaft, welche sich dahinter verbirgt, ankommen würde.

Sie kam an, dies war nicht nur dem Beifall, sondern ebenso der zustimmenden Gesichtsausdrücke und der vielen, nickenden Köpfe zu entnehmen. Die Menschen waren nachdenklich gestimmt, gerührt und viele sprachen mich im Anschluss an die Veranstaltung persönlich darauf an.

Das Freudvolle, die Entzückung wo ist sie geblieben? Ja, diese Frage können wir uns stellen, wenn wir bereit sind, uns einzugestehen, dass vor lauter Pflichten sehr viel Freudvolles unbeachtet hinter uns zurück bleibt.

In kurzen Momenten, in Gesprächen, die sich nicht nur an der Oberfläche aufhalten, gibt es kurzweilige Einsichten der Dinge, die uns abhanden gekommen sind. Vielen fällt es eventuell auch auf, wenn sie einen Menschen aus vollem Herzen lachen hören. Wenn die Lebendigkeit und Freude des Momentes an ihre Türe klopft und sie schmerzhaft spüren, dass sie dieser spontanen Entzückung schon lange Zeit entsagen oder sie sogar komplett verlernt haben.

Doch was ist das Leben ohne Lachen und Freude? Die Freude macht uns lebendig, wir spüren uns im Zusammenwirken mit der Außenwelt, wir empfinden Verbundenheit und Gemeinschaft. Wir empfinden Liebe und spüren in dieser Freude, dass sie lebenswichtig für „Jeden“ von uns ist.

Warum verschenken wir nicht viel mehr dieser Freude? Warum übersehen wir die Gelegenheiten diese zu versprühen und gleichzeitig zu empfinden?

Bereite so oft es nur geht, anderen Menschen Freude! Zeige ihnen deine Wertschätzung! Mache dir zur Aufgabe, dich selbst und andere in Freude zu beschenken. Dabei geht es nicht um käufliche Dinge. Wir alle haben so viel zu geben und doch verliert sich der Großteil darin, immer mehr sein Eigen nennen zu wollen. Das Gemeinschaftliche geht dabei immer mehr verloren.

Im Geben liegt die Freude!

Wie freudvoll würde sich unsere gesamtes Miteinander gestalten, wenn jedem daran gelegen wäre, Freude zu verschenken. Dies durch ein Lächeln, durch aufmerksames Zuhören, durch aufrichtige Anteilnahme, durch ehrliches Mitgefühl, durch eigene Großherzigkeit, durch geschenkte Zeit, dadurch, sein Gegenüber zum Lachen zu bringen und durch liebevolle Annahme des Menschen in seinem So-Sein. Aber auch dadurch, dass wir selbst Freude ausstrahlen, die wahre Freude am Leben.

Wir brauchen unseren Blick gar nicht weit schweifen zu lassen, denn in unserem direkten Umfeld bekommen wir täglich die Gelegenheit Freude zu bereiten.

Schau Dich einmal um und Du wirst die alte Dame am Straßenrand sehen, welche Hilfe benötigt, um sicher auf die andere Seite zu gelangen. Du siehst eine Mutter mit Kinderwagen und kannst ihr behilflich sein, eine Treppe zu überwinden. Du beobachtest, wie ein Kind im Supermarkt vergeblich versucht etwas aus einem Regal zu erreichen. So sehr es sich auch bemüht und reckt und streckt, es bleibt solange unerreichbar, bis jemand dies bemerkt. Sei Du es! Du beobachtest an der Supermarktkasse, wie jemandem das gesamte Kleingeld zu Boden fällt. Du siehst einen Menschen auf der Straße mit traurigem Blick und Tränen in den Augen. Du siehst auf dem Weg eine Person, welche schwere Taschen zu tragen hat.

In all diesen Situationen kannst Du es sein, der seine Nächstenliebe zum Ausdruck bringen kann und Freude schenkt.

Jeden Tag begegnen wir Menschen, die uns die Gelegenheit geben, unsere Menschenliebe zu zeigen. Du bereitest nicht nur Deinem Gegenüber Freude, sondern wirst Dich selbst von Freude erfüllt fühlen.

Gehe voran und verschenke diese Freude großzügig und aus vollem Herzen für eine freudvollere Welt.

 

Von Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2014, stefanie will

Bildnachweis:

Barbara123, „Hände“, CC-Lizenz (BY 2.0), http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de,  Bilddatenbank http://www.piqs.de

Advertisements