LOSLASSEN…

Wenn LOSLASSEN gerade DEIN THEMA ist, dann schaue dir auch meine Videos hierzu an 😉

https://www.youtube.com/watch?v=0P4zlqyC4ck oder https://www.youtube.com/watch?v=5xLBtFoQlgw

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Ghosting -Trennung ohne ein Wort-

Alone with the great sky of water

Endlich hat dieses Verhalten einen Namen, auf den ich heute getroffen bin.

Einige von Euch werden eventuell das urplötzliche Verschwinden oder den schonungslosen, dauerhaften Rückzug eines Partners ohne eine persönliche Erklärung selbst schon erlebt haben. Vielleicht erkennt ihr aber auch euer eigenes Verhalten in der folgenden Beschreibung wieder!?

Es fällt mir etwas schwer darüber zu berichten, da ich zum Einen selbst auf diese rabiate Art verlassen wurde und zum Anderen, da ich stets versuche und bemüht bin, das Verhalten meiner Mitmenschen nachzuvollziehen, zu respektieren und zu verstehen. Gleichzeitig bin ich auch der Meinung, dass jeder nur so handelt, wie er aktuell fähig ist und dies richtet sich nach dem jeweiligen Entwicklungsstand, was keine Wertung darstellen soll. Diese Tatsache oder das Wissen darüber entschuldigt allerdings nicht dieses gewissenlose Gebaren und erleichtert für Betroffene bzw. Verlassene nicht den unerträglichen Schmerz und Kummer eines derartig „feigen“ Verhaltens.

Wenn sich jemand aus einer Beziehung stiehlt und dies ohne Vorankündigung, ohne klärendes Gespräch, ohne Nennung von Gründen, ohne Ehrlichkeit und Offenheit geschieht, stellt das eine Mischung aus sozialer Inkompetenz und scheinbarer Überforderung mit der Situation dar. Es fehlt der Mut, ehrlich auszusprechen, warum es zum Rückzug und somit zur abrupten Trennung kommt. Für den Zurückgelassenen ist das zunächst ein Schock! Fragen über Fragen kommen immer wieder hoch, Selbstzweifel, Ängste, Wut, Verständnislosigkeit, Verzweiflung, Trauer! Das Hoffen darauf, dass doch irgendwann das Telefon klingelt, er an der Türe steht oder auf andere Art ein Zeichen gegeben wird, bleibt bestehen und selbst wenn Jahre ins Land ziehen. 

Jeder Mensch hat eine Antwort verdient und ebenso das Recht darauf, abschließen zu dürfen. Doch wenn man sich plötzlich und unerwartet in dieser Situation wiederfindet, fehlt das alles! Man wird der „normalen“ Verlust- und Konfliktbewältigung beraubt! Man wird achtlos zurück gelassen, ohne die Gelegenheit zu bekommen, Stellung zu beziehen.

Es wäre ein Leichtes, zu erklären, was diese Haltung für vielfältige Ursachen haben kann. Doch wir wollen hier nicht beleuchten, was diesen Menschen dazu bringt, derart respektlos seinem Partner gegenüber zu handeln. Sofern noch keine feste Bindung besteht und erst wenige Verabredungen stattgefunden haben, ist es schon keine Art, sich aus dem Staub zu machen. Sollte es sich aber um eine bereits langjährige Beziehung handeln, so ist „Ghosting“ absolut unverzeihlich! Doch ganz gleich, warum ein Mensch diese Verhaltensweise an den Tag legt, ist dies allein Grund genug, diese Verbindung so schnell wie nur irgendwie möglich zu vergessen und sich dem eigenen Wohlergehen zu zu wenden.

Dieser Mensch hat kein Interesse, sich mit der anderen Person auseinanderzusetzen und zieht es vor, wortlos abzutauchen und so zu tun, als ob es niemals eine partnerschaftliche Verbindung gegeben hätte. Das kann sogar soweit gehen, dass derart handelnde Menschen beim persönlichen Aufeinandertreffen so tun, als ob der einst „benutzte“ Partner gar nicht mehr existiere. Bei Begegnungen schauen sie stur weg und blenden sowohl den/die Ex-Partner(in) als auch ihre eigene Unfähigkeit komplett aus!

Einer Aussprache wird aus dem Weg gegangen und es wird so getan, als ob es nichts mehr zu besprechen gäbe. Auf Nachrichten, Anrufe oder Mails reagieren sie nicht. Sie warten beharrlich darauf, bis es sich von selbst erledigt hat. Sie ziehen diese „Masche“ eiskalt und unbarmherzig durch! Sie wollen sich der Konfliktsituation definitiv nicht stellen und laufen somit vor sich selbst und dem Ex-Partner davon! Ihre Reaktion gleicht der eines Kleinkindes und hat mit erwachsenem Verhalten und konstruktiver Klärung und Konfliktfähigkeit nichts zu tun!

Ihre Rücksichtslosigkeit interessiert sie nicht, oft erkennen sie sie nicht einmal, denn meistens hat in ihren Augen der andere genau diese hartherzige Reaktion verdient. Dies legen sie sich im eigenen Inneren so zu recht, um vor sich selbst bestehen zu können. Gewissenlos gehen sie ihren Weg, ohne sich noch einmal umzuschauen, um das Feld der Verwüstung was sie hinter sich lassen, nicht betrachten zu müssen.

Der Verlassene versteht die Welt nicht mehr und bleibt mit gebrochenem Herzen und stark geschädigtem Selbstwertgefühl zurück. Kein Mensch hat es verdient, derart abserviert zu werden! Wer so behandelt wird und eine derartige Trennung erleben musste, empfindet dies als absolute Kränkung und tiefe Verletzung der eigenen Würde. 

Es dauert oft Monate oder Jahre, bis sich der oder die Verlassene wieder von diesem schockartigen Zustand, der einem Trauma gleich kommt, erholen kann. Es kann sogar soweit gehen, dass Partnerschaften oder das andere Geschlecht komplett abgelehnt wird, da eine derart große Angst vor erneuter Verletzung besteht, dass keinerlei Vertrauen mehr aufgebaut werden kann.

Oft ist es ratsam, in einem derartig gelagerten Fall professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um die Kränkung und den tief sitzenden Schaden bearbeiten zu können.

Meist kommt erschwerend hinzu, dass der/die Verlassene starke Selbstzweifel dahingehend bekommt, wie man sich auf einen derart kalten und herzlosen Menschen einlassen und diesen sogar lieben konnte.

Im Grunde kann nur jeder froh sein, wenn dieser Mensch, der keine Verbindlichkeit und Empathie kennt, der wahrscheinlich zu wahrer Liebe gar nicht fähig ist und schon gar keinen Respekt zeigt, los zu sein.

Eine traurige Erfahrung, die bis ins Mark erschüttern kann.

Ich wünsche jedem Leser, dass er von einem solch traurigen Ende einer Partnerschaft verschont bleibt und wenn es doch geschehen sollte, zweifele nicht an dir selbst!! Sei froh, dass du nun klar siehst und kreise nicht mehr um die Vergangenheit! Es war eine erschütternde Erfahrung, doch richte dich auf und schreite voran, denn du bist zu schade, für eine dermaßen  „schwache“ Person!

Von ganzem Herzen ♥

Stefanie

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: Foto Alejandra Mavroski, „Alone with the great sky of water“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

Gemeinsamer Tanz der Unendlichkeit…

Gedicht Stefanie

Im Sphärischen verbunden

Hörend das Unausgesprochene

In dem von Musik durchtränkten Raum

 

Den Tanz gemeinsam tanzend

Sich selbst erkennend

Im Glanz des Augenblickes

 

Geborgen durch innige Verbundenheit

Spiegelbild so rein, glasklar

Auf ruhenden Wellen

 

Verschmelzende Seelen in funkelnden Sekunden

Weltlicher Schmerz

Trübt sanfte Vollkommenheit

 

Wege sich unaufhörlich teilend

Stürmisch von Zeit zu Zeit

Losgelöstes Fühlen in beiderseitiger Ewigkeit

 

Leise brechendes Herz

Sanft schimmernd im zittrigen Takt

Stilles Erheben über die Wortlosigkeit

 

Der Tanz wird getanzt

Trennung als illusorisch entblößt

Die Liebe liebt still in der Unendlichkeit

♥♥♥

 

 

 

© Copyright, Text und Bild 2015, Stefanie Will

 

 

 

 

 

Erhebe Dich über das Vergangene…

Sonnenuntergang über den Wolken

Erhebe Dich über das Vergangene. Denn die Vergangenheit bist nicht Du!

Jeder Gedanke an die Vergangenheit ist eine Erinnerung, nicht mehr und nicht weniger.

Eine Erinnerung, bloß ein Gedanke…..!

Besänftige Deine Gedanken an die Vergangenheit und fülle jeden aktuellen Jetzt-Moment mit der

gesamten Liebe und Freude Deines überschäumenden Herzens. 

♥♥♥

Stefanie

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: tululli, „Sonnenuntergang über den Wolken“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

Dein Weg zurück zu Dir…

Winternachmittag

Wenn Du mit offenem und liebendem Herzen jede Deiner Erfahrungen

als Wegweiser zu Deinem nächsten Schritt akzeptierst…

 

Wenn Du Dich von der Bewertung und Kategorisierung immer weiter entfernst

und alles so annehmen kannst, wie es sich Dir präsentiert…

 

Wenn Du aufhörst, Dich in einer Opferrolle zu sehen und Du zunehmend die

Verantwortung für Dich, Deine Worte und Handlungen übernimmst…

 

Wenn Du Dich dem Leben in unerschütterlichem Vertrauen an die

göttliche Führung hingeben kannst…

 

Wenn Du die Botschaften, welche oftmals in sehr schmerz- und leidvollen Einsichten an die Oberfläche kommen, erkennen und annehmen lernst…

 

Wenn Du zunehmend häufiger in tiefem, innerem Frieden und Harmonie

verweilend Deinen Alltag begehst…

 

Wenn Du erkennen durftest, dass wir alle miteinander verbunden sind und tiefe Liebe

sich in Dir über diese Erkenntnis ausbreitet…

 

dann bist Du auf einem  WUNDERVOLLEN  Weg zurück zu DIR.

 

Von ganzem Herzen ♥

 Stefanie

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: freshbreeze, „Winternachmittag“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank www.piqs.de

Dualseelenliebe vs. Selbstliebe…

Komm, mein Poet, und finde mich (IV)

Das Thema Dualseele ist in der Häufigkeit der an mich gerichteten Mails und Zuschriften weit vorn, vor allen anderen Themen.

Nie hätte ich gedacht, dass sich derart viele Menschen mit diesem Thema auseinander setzen müssen, dürfen, wollen oder gar nicht anders können, als es zu tun! Nie hätte ich gedacht, dass so viele Menschen sich in für sie als so aussichtslos und als extrem schmerzhaft bis unerträglich empfundener Situation befinden.

Ob tatsächlich jeder der angesprochenen Menschen seine Dualseele getroffen hat oder ob diese Verbindung das Treffen eines normalen Seelenpartners oder aber auf ganz anderen Verstrickungen oder einer karmischen Liebesbeziehung beruht, können wir nicht genau wissen, auch wenn die meisten von ihnen immer wieder von sehr übereinstimmenden und ähnlichen Erfahrungen berichten.

Es geht auch nicht darum, es hundertprozentig zu wissen, sondern genau hin zu schauen, was wir fühlen und da wirst jeder EINZELNE tief in sich drin die Antwort wissen, die von außen nicht beantwortet werden kann.

Für Dich ist ausschlaggebend, was Du fühlst und zu erkennen, was diese Erfahrung Dir zeigen möchte. Die Begegnung wird Dir ein hohes Potential an geistig-seelischer Entwicklung bereit stellen. 

Vertraue auf Deine Gefühle und lasse Dich nicht zu sehr durch andere leiten oder verunsichern.

Es ist in seiner Gesamtheit betrachtet ein Segen, diese tiefen Empfindungen erfahren zu dürfen. Die Tiefe der Gefühle und Emotionen schlagen jedoch in beide Richtungen gleich weit aus. So übermächtig die Glücksempfindungen auch sind, so vernichtend ist das empfundene Leid in Bezug auf die Dualseele.

Nichts oder kein anderer Mensch berührt uns auf diese einzigartige Weise und kein anderer Mensch kommt uns so nahe, wie unsere Dualseele.

Was in Bezug auf die Dualseelenliebe ganz wichtig ist zu erfahren oder zu erkennen, ist damit aufzuhören, mit ENTWEDER/ODER-Gedanken an das Thema heran zu gehen.

Unsere vorderste Lernaufgabe mit unserer Dualseele ist es, die sich in UNS zeigenden Konflikte wieder einer Ganzheit zu zu führen. Sich den Themen Liebe, Nächstenliebe und Selbstliebe zu nähern.

Wir können diese Themen nur für uns selbst transformieren und letztendlich heilen. Die Glücksgefühle und das Gefühl der Symbiose mit dem anderen muss sich zuerst in uns ganz alleine vollziehen. Die Dualseele erinnert uns daran, in welcher Harmonie und Vollkommenheit Gefühle schwingen können. Doch kaum ist die Dualseele nicht mehr anwesend, entsteht in vielen Betroffenen eine dunkle Schwere und fast schmerzhafte Sinnlosigkeit.

Zu allererst müssen wir erkennen, dass es nicht der ANDERE ist, der uns dieses Leid zufügt! Dieses Leid trägst Du bereits in Dir und genau dieses hervorkommende Thema will in Dir geheilt werden. Wir dürfen die Dualseele nicht für unsere derart intensiven Empfindungen verantwortlich machen. Sehr wichtig ist im Umgang mit der Dualseele, stets zu versuchen, bei sich selbst zu bleiben und nicht durch die symbiotische Verbindung zu glauben, dass wir die Lösung des „Problemes“ nur mit der Dualseele gemeinsam schaffen können.

Diese unergründliche  Liebe möchte sich insgesamt in Dir ausbreiten und nicht nur für diesen EINEN Partner vorhanden sein. Liebe beschränkt sich nicht auf eine bestimmte Person! Dieses von Dir empfundene bedeutende Gefühl der Liebe möchte von Dir in Freude angenommen werden. Es zeigt sich Dir in aller Intensität, um Dich daran zu erinnern, wer Du bist und woher Du kommst. Es gilt, die Begrenzung aufzuheben, zu glauben, diese Liebe wäre nur für diesen einen Menschen reserviert. Es gilt, Dich wieder der Liebe selbst hinzugeben, die Liebe als solches in Dein Leben zu integrieren und Dich von Abhängigkeiten der gebundenen Ausschließlichkeit zu lösen. Dich selbst wieder zu befreien und zu einem glücklichen, freien, freudvollen Wesen zu werden.

Es ist Deine Aufgabe genau auf Dich zu schauen und Dein empfundenes Leid für Dich und in Dir zu erlösen. Es ist von entscheidender Bedeutung diese umfassende Liebe in genau dieser Intensität zuerst für Dich und ganz allein aus Dir heraus zu entwickeln, bevor Du überhaupt eine erfüllende Partnerschaft eingehen kannst. Eine friedvolle Harmonie in Deinem Herzen, welche erst eine freie und nicht mehr derart anhaftende Verbindung möglich machen kann.

Immer wieder werde ich gefragt, ob man denn dann, wenn man es in sich gelöst oder geheilt hat, mit seiner Dualseele zusammen kommt?

Diese Antwort kann ich Dir nicht geben, denn es kommt diesbezüglich auch darauf an, in welcher Phase der Entwicklung der andere Mensch steckt. Oft ist es so, dass einer von beiden noch nicht so weit ist, diese Themen in ihrer gesamten Ausprägung anschauen zu wollen.

Auch hier ist Zurückhaltung geboten. Du kannst nur Deine eigene Entwicklung fördern, aber versuch niemals den anderen diesbezüglich zu bedrängen. Jeder hat das Recht und die Freiheit selbst zu entscheiden, welchen Themen und zu welchem Zeitpunkt er sich diesen stellen möchte.

Bleibe immer nur bei Dir und erfahre so, wie sich diese Liebe in Dir hält und sich selbst genug sein kann.

Wenn Du in Dir diese Liebe für Dich entwickeln kannst, gibst Du den geliebten Menschen ganz automatisch frei und erkennst, das es um die LIEBE als Thema in Dir ging. Du bist nun fähig, Dich selbst mit und aus dieser Liebe heraus zu nähren! Deine Abhängigkeit existiert nicht mehr!

Es geht somit vordergründig darum, den Ausgleich oder die Harmonie zwischen den Extremen wieder herzustellen und Deine eigene Liebesfähigkeit zu harmonisieren.

Deswegen schrieb ich oben, dass wir aufhören müssen in ENTWEDER/ODER-Gedanken zu denken.

DU kannst es nur in DIR heilen und wenn Dir dies gelingt, wirst Du spüren, dass Deine inständigen Gefühle für Deine Dualseele noch genau so in Dir vorhanden sind. Allerdings kannst Du diesen Menschen freigeben, weil Du im Idealfall keine Erwartungen mehr an ihn richtest.

Die Schwere, die Präsenz des anderen tritt in den Hintergrund und für sehr, sehr wichtig erachte ich persönlich, dass wir uns davon lösen, zu glauben, dass nur dieser Mensch zu unserem Glück führt. Wir werden mit diesem Menschen auf eine gewisse Art und Weise immer in einer Art Herzensverbindung verbunden sein, aber wir selbst sind für unsere Glückseligkeit verantwortlich!

Nutze Deine Dir sich dadurch gebotene Möglichkeit und die große Chance der Selbsterkenntnis. Unsere Dualseele hat uns gezeigt, zu welcher Intensität und Leidenschaft wir fähig sind und das ist ein wunderbares Geschenk, worüber wir dankbar sein können.

Ich weiss, dass Du zum gegenwärtigen Zeitpunkt glaubst, dass dieses Gefühl mit keinem anderen Menschen reproduzierbar ist. In dieser Phase stecke ich (hin und wieder) auch noch :-). Ich für mich beschäftige mich mit diesem Thema aktuell auch nicht weiter. Denn die neu gewonnene Liebe für das eigene SEIN sowie die Liebe für alles, was ist, benötigt nach meinen momentanen ganz persönlichen Empfindungen keinen neuen Partner. Es ist berauschend, selbst Liebe zu sein und diese Liebe in alle Richtungen zu senden.

Ich wünsche Dir viel Kraft auf diesem zunächst so schmerz- und leidvollen Weg. Dieser Weg führt Dich zu Dir selbst und das ist meines Erachtens das Wundervolle an dieser Erfahrung. Sich selbst mit allen Facetten zu begegnen und dieses Geschenk in Liebe anzunehmen.

Unser Denken entscheidet darüber, was wir für uns wünschen und bereit sind zu erfahren, zu erkennen und zu integrieren. Solange Du glaubst, einen Partner haben zu müssen oder unbedingt mit Deiner Dualseele zusammen sein zu wollen, gibt es in Dir immer noch ungelöste Anteile, die eine von Liebe getragene Beziehung nur schwer möglich machen.

Solange Dir etwas fehlt und Du glaubst, der ANDERE könne Dir dies nur geben, kann es nicht funktionieren. Es wäre eine Beziehung in Unfreiheit und diese Unfreiheit würde sich erneut extrem belastend auswirken.

Sieh Dich nicht als Opfer dieser zu Anfang so unerträglichen Situation. Sorge gut für Dich selbst, schau auf Dich und Deine Bedürfnisse. Versuche Deine Gedanken vom anderen abzuziehen, um wieder in Deine gesamte Kraft zu kommen. Versuche in und mit Dir in DEINE EINHEIT zu kommen und mit der Zeit wird es leichter und lichter und irgendwann ist es eventuell sogar möglich, mit Deiner Dualseele einen Neuanfang zu starten, wenn ihr beide so weit seid………..

Von ganzem Herzen ♥

Stefanie

Besuche mich doch auch einmal unter https://stefaniewill.com/

© Copyright Text 2015, Stefanie Will

Bildnachweis: ThomasSchaal, „Komm, mein Poet, und finde mich (IV)“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

Leserfrage zum Beitrag: „In der Annahme liegt Ruhe und Freiheit“.

Die folgende Leserfrage und weitere mit ganz ähnlichem Inhalt erreichten mich gestern im Laufe des Tages zu o.g. Beitrag. Eigentlich beantworte ich Leserfragen immer persönlich, doch in diesem Fall mache ich aufgrund der Vielzahl zum gleichen Thema eine Ausnahme.

Leserfrage von G. aus Hannover:

Liebe Stefanie,

du hast doch auch kämpfen müssen gegen deine Krankheit, oder? Geht das anders, bei so enttäuschenden und traumatischen Ereignissen.

Wenn nicht, dann frage ich mich, wie Du das alles geschafft hast? Wirklich nur mit Annahme?

Gruß G.

Antwort:

Nein, ich habe nicht gekämpft! Zunächst einmal dachte ich zu Anfang eine ganze Weile, es nicht zu schaffen. Ich wusste absolut nicht, wie ich mit meinem Schlaganfall und seinen Folgen und mit der Tatsache, in der schwersten Stunde verlassen worden zu sein, umgehen sollte.

Der Schmerz war unerträglich, vernichtend und entwürdigend. Manchmal wusste ich nicht, was für mich schlimmer war. Der Schlaganfall oder die Tatsache, von meinem Ex-Freund so behandelt worden zu sein. Ich fühlte mich so wertlos durch seine Missachtung. Ich fühlte mich komplett entwürdigt.

Auch der Schmerz über meine anfängliche körperliche Behinderung war unerträglich und dennoch wurde mir zunehmend bewusst, dass ich keinen Kampf führen wollte und dies auch kein Weg für mich war. Ich war zu schwach zum Kämpfen, ich wollte auch nicht mehr kämpfen, ich wollte einfach nur leben und sein dürfen. So wie ich war! Ich wollte mich selbst annehmen und angenommen werden.

Kampf bedeutet Widerstand und erzeugt Druck. Genau das konnte ich nicht mehr ertragen. Ich war damit beschäftigt, mich so anzunehmen, wie es sich durch den Schlaganfall verändert hatte und um meinen Freund wollte ich auch nicht kämpfen. Ich kann niemanden zwingen mich zu lieben und bei mir zu bleiben!

Ich nahm an, was sich mir offenbarte und ich spürte immer mehr, wie sich dadurch der Schmerz kontinuierlich minimierte. Es dauerte, ja es gibt heute noch Tage, an denen es mir schlecht geht und ich muss(te) mich durch diesen Schmerz durcharbeiten und arbeite noch heute daran. Ich stellte mich all meinen Schattenseiten und das war und ist harte Arbeit, die ich da durchführe. Ich arbeite sehr an mir, sowohl physisch als auch psychisch. Ich hatte nie den Gedanken, dass ich etwas „weg“ haben wollte, sondern ich verbündete mich mit meinen Gefühlen und meiner Krankheit. Ich durchlebte sie und fühlte in jeden noch so verwinkelten und versteckten Aspekt dieser Tatsache.

Wir lernen alle sehr früh, gegen etwas zu sein, uns zu behaupten, besser zu sein und abzuwehren. Doch das ist aus meiner Sicht nicht der Weg!  Es darf alles gleichzeitig existieren und hat auch seine Berechtigung.

  • Wir müssen aufhören, alles in irgendeine Schublade stecken zu wollen und in richtig oder falsch zu unterteilen.
  • Wir müssen aufhören zu bewerten und zu verurteilen.
  • Wir müssen aufhören zu vergleichen.
  • Wir müssen aufhören, alles kontrollieren zu wollen und
  • wir müssen aufhören, von anderen Menschen etwas zu erwarten!

Wenn wir ganz bei uns bleiben und für unser eigenes Wohl liebevoll sorgen, dann haben wir genug zu tun und das Leben und seine Ereignisse können sich wunderbar entfalten.

Aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich immer wieder nur jedem ans Herz legen, sich NICHT GEGEN etwas zu stellen, sondern mit ANNAHME dessen, in sich zu gehen und die eigenen Reaktionen nicht vom Verhalten anderer abhängig zu machen.

Ansonsten führst Du einen Kampf gegen Dich selbst und wie soll das enden? Was soll daraus entstehen? Allenfalls Enttäuschung, Verbitterung, Traurigkeit, Einsamkeit, Hilflosigkeit und genau das kann transformiert werden in Freude, Mut, Kraft, Glück, Zufriedenheit und Liebe……

Gerne kannst Du mich kontaktieren, falls Du diesbezüglich eine Beratung oder ein Gespräch wünschst. www.stefanie-will.de

Von Herzen ♥

Stefanie

 

© Copyright Text 2015, Stefanie Will