Weisheiten…

Reclining Buddha at Wat Pho

 

Nicht, wie der Nächste geirrt,

oder was er versäumt hat,

betrachte.

Schaue auf dich und sieh,

was du selbst getan und versäumt hast.

-BUDDHA-

Es fällt uns allen stets leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen, uns zu beklagen und anderen Menschen für ihr Verhalten Vorwürfe zu machen, sie verantwortlich zu erachten für unseren Schmerz und Kummer. Doch bei genauer, wirklich tiefer Betrachtung, fängt es immer in und bei uns selbst an. In jedem uns geschenkten, gegenwärtigen und einzigartigem Moment tragen wir die Verantwortung für unser Handeln und Fühlen.

Von Herzen ♥

Stefanie

Bildnachweis: Joe Stump, „Reclining Buddha at Wat Pho“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

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Liebende Selbstfürsorge in einer Krisensituation…

Herz aus Stein(en)

Wir alle sind während unseres Lebens unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Nicht immer haben wir darauf einen Einfluss und wenn unerwartete Ereignisse uns zu überwältigen drohen, entsteht in uns der Eindruck, man zöge uns den Boden unter den Füßen weg. Wir haben das Gefühl, unser gesamtes Leben gerät ins Wanken und manchmal ist es so schlimm, dass wir glauben, es nicht zu schaffen und die noch vorhandene und dringend benötigte Kraft sackt förmlich in uns zusammen. Wir fühlen uns schutzlos, ausgeliefert, allein und restlos überlastet.

Es gibt Krisen aller Art und jeder Mensch geht entsprechend seiner Lebensgeschichte anders an Krisen heran und jeder hat biographiebedingt unterschiedliche Strategien, um sich einigermaßen unbeschadet aus einer Krise hervorzubringen.

Krisen stellen uns zum Teil vor große Herausforderungen und dennoch sind sie immer auch eine Chance. Denn ohne Krisen gäbe es kein Wachstum und dies betrifft unser Inneres genauso, wie es Situationen im Außen gibt.

Was für jeden einzelnen eine Krise darstellt ist ebenso sehr differierend.

Mögliche Krisen können sein:

  • Arbeitsplatzverlust
  • Scheidung
  • Trennung
  • Beziehungsprobleme
  • Geldsorgen
  • Existenzängste
  • Krankheit
  • Verlust oder Tod eines geliebten Menschen
  • Renteneintritt
  • Unfälle
  • Erschütterungen auf kollektiver Ebene
  • Naturkatastrophen

und einige mehr…..

Manchmal treten sogar einige der genannten Dinge gleichzeitig auf und wo einer der Punkte bereits eine große Hürde darstellt, können parallel auftretende Probleme zu einer echten Katastrophe ausarten, wo sich der Betroffene vollkommen überstrapaziert und allein gelassen fühlen kann.

Nicht jeder hat das Glück einer stabilen und sicheren Partnerbeziehung oder einer selbsttragenden Familie, die hinter der von der Krise betroffenen Person stehen. Leider ist es auch häufig der Fall, dass sich Freunde oder Bekannte von Menschen abwenden, welche ihre Unterstützung gerade dann am dringendsten bedürfen würden. Nicht jeder hat die Kraft und die Energie sich ganz alleine durch eine Belastungssituation hindurch zu bringen.

Auch das Hinzuziehen eines Psychotherapeuten sollte in Betracht gezogen werden, sofern andererseits keine beständige Begleitung vorhanden ist.

Das Allerwichtigste an solchen Wendepunkten im Leben, wie ich Krisen gerne bezeichne, ist die Beachtung der Selbstfürsorge und dies ohne Einschränkungen. Selbstfürsorge kommt oftmals zu kurz und es gibt Menschen, die sich damit aufgrund ihrer Erziehung und eher selbstschädigenden Handlungsweisen noch nie befasst haben. Sofern dies nicht Schritt für Schritt beachtet und geübt wird, ist es für diese Menschen noch schwieriger, positiv in die Zukunft zu blicken.

Doch wie stellen wir das an? Was ist liebende Selbstfürsorge? Wo fängt sie an und wo hört sie auf?  Die Selbstfürsorge hat nichts mit Egoismus zu tun!

 Vielleicht interessiert Dich hierzu folgender Beitrag: https://lichterwunder.com/2014/07/09/verwechslung-von-selbstliebe-und-egoismus/

In der Selbstfürsorge liegt die Wertschätzung der eigenen Person und leider ist es so, dass viele Menschen darauf ausgerichtet sind, es stets nur ihren Mitmenschen und Familienangehörigen recht zu machen, deren Bedürfnisse zu erfüllen, ihnen geradezu alle Wünsche von den Augen ablesen und sich selbst dabei vollkommen ungeachtet lassen und gänzlich übersehen.

Auf Dauer kann ein derart verfassungsfeindliches Verhalten der eigenen Person gegenüber schon Grund genug sein, in eine Krise zu geraten. Durch die permanente Missachtung der eigenen Bedürfnisse entsteht ein zerstörerisches Defizit. Entweder sind sämtliche Kraftreserven erschöpft, die Gesundheit leidet oder es kommt zu anderweitigen zwischenmenschlichen Störungen.

Wenn Du in einer sogenannten Katastrophe steckst, eine Situation Dich extrem herausfordert und es zu physischen wie psychischen Störungen kommt, ist von großer Wichtigkeit, fürsorglich mit Dir selbst umzugehen.

Ärgere Dich nicht über Dein Befinden, versuche sachlich und so wenig emotional wie möglich an die Situation heran zu gehen. Versuche den Sinn Deiner Krise zu erkennen, sie gibt Dir die Möglichkeit, Deine Lage einmal ganz genau und von allen Seiten zu betrachten. Siehe die eventuelle Aufgabe, welche sich hinter Deiner Problemsituation versteckt und die große Chance darin, endlich einen längst überfälligen Wandel herbeizuführen.

Doch wenn wir mittendrin stecken, helfen uns oft keine gut gemeinten Ratschläge oder irgendwelche Bewältigungsstrategien anderer. WIR stecken fest und fühlen uns unverstanden, denn wie soll der andere auch nachvollziehen können, wie es uns tatsächlich geht?

Wer sich in einer Krise befindet, steckt emotional sehr häufig in einer regelrechten Ausnahmesituation. Die Gedanken kreisen unaufhörlich und diese verschlimmern das Befinden zusätzlich.

Doch genau hier musst Du selbst ansetzen! Hier setzt deine liebende Selbstfürsorge an!

Nicht jeder gut gemeinte Ratschlag ist für jeden richtig. Manche Menschen bevorzugen den Rückzug, sofern es ihnen in irgendeiner Form schlecht geht. Sie suchen die Stille und tauchen in ihr Inneres ein, um wieder in ihre Balance zu finden. Um sich der Betrachtung der eigenen Handlungsweise bewusst zu werden.

Für mich persönlich ist der RÜCKZUG und die STILLE die höchste Form der Selbstfürsorge neben den ganz allgemein wichtigen körperlichen Grundbedürfnissen.

Selbstfürsorge bedeutet auch, sich komplett auf sich zu besinnen, um heraus zu finden, was wohltuend wirkt. Sich einen inneren Raum zu schaffen, um allen Gedanken und Gefühlen zu begegnen. Sich mit seinem Schmerz, Kummer, Enttäuschung, Verzweiflung, Einsamkeit und Hilflosigkeit auseinander zu setzen. Allerdings sollte die Zeit der Selbstfürsorge in einem ausgewogenen und gesunden Wechsel mit der Zeit stehen, die für die Problembewältigung der Krise aufgewendet wird. Es ist außerordentlich wichtig, sich nicht nur mit der zerstörerischen und katastrophalen Lage zu beschäftigen, sondern zu versuchen, trotz dieser Tatsache, dennoch auch noch die schönen Dinge des Lebens zu sehen.

Sich ganz bewusst dem Blick in die Natur hinzugeben und so oft es möglich ist, frische Luft zu tanken. Das bewusste Atmen hilft sehr schnell in die innere Mitte zu finden.

Auch ganz banale Dinge, welche nur allzu oft vergessen werden, können sehr tröstend wirken.

  •  Ausreichend Schlaf
  • Regelmäßige und gesunde Mahlzeiten
  • Viel frische Luft
  • Bewegung
  • Sport
  • Hobbies
  • Entspannungsübungen
  • Meditation
  • Yoga
  • Lieblingsmusik
  • Lieblingsfilm
  • Ablenkung durch Kurzurlaub
  • Auszeit
  • Abstand zur Konfliktsituation
  • Abstand von Menschen, die einem nicht gut tun
  • Blumen

Zur liebenden Selbstfürsorge gehört, sich stets gut um sich selbst zu kümmern. Harmonische Beziehungen zu pflegen sowie zusätzlichen Stress und Druck zu vermeiden. Entziehe Dich einer dauerhaften Drucksituation, denn eine gewisse Zeit können wir das aushalten, aber wenn wir die Grenze des Erträglichen überschreiten, kann uns der Druck kaputt machen.

Wenn bereits eine Krise eingetreten ist und Du erschüttert bist, halte alles und jeden von Dir fern, der Dich zusätzlich belastet oder der nur seine eigenen Themen im Vordergrund sieht. 

Setze ab sofort klare Grenzen nach außen und stehe für Dich ein. Äußere was für Dich geht und was überhaupt nicht machbar ist.

Kämpfe für Deine Selbstbestimmung und äußere klar, wie es Dir geht, was Du brauchst und wie man Dir helfen kann.

Versuche, egal was geschieht, nicht nur schwarz zu sehen und vertraue Dir und Deinem Gefühl. Vielleicht ist es ja längst überfällig, Dich endlich an erste Stelle zu setzen, bevor Du Dich um irgendjemand anderen kümmerst.

Schaue genau, was für Dich richtig ist, ob Du lieber alleine sein möchtest oder ob Dir die Nähe anderer Menschen hilfreich ist.

Denn leider ist nicht jeder Kontakt förderlich. Viele Menschen neigen dazu, Krisen oder Schicksalsschläge im Gespräch zu dramatisieren und schlussendlich kann man sich anschließend schlechter und niedergeschlagener fühlen, als ohnehin schon.

Mute Dir nicht noch hinzukommende Strapazen und Belastungen zu. Ein klares Nein solltest Du Dir jederzeit erlauben können.

Ich weiß selbst sehr genau wie sehr eine Krise uns erschüttern kann. Meine ganz persönliche Herangehensweise an die schlimmste Zeit meines Lebens war die Bewusstwerdung, dass es immer auch noch etwas anderes neben dem Schicksalsschlag gibt. Es hört sich vielleicht seltsam an, aber ich persönlich habe immer versucht, trotzdem in ALLEM und JEDEM das SCHÖNE und GUTE zu sehen und habe versucht, mich daran festzuhalten und zu erfreuen.

Manchmal geschah es dadurch, dass ich in meiner Verzweiflung unter Tränen plötzlich durch irgendetwas Unvorhergesehenes lächeln musste. Es war fast so, als wollte mich das Leben daran erinnern, dass es immer und jederzeit BEIDES gibt. Das Leid und die Freude! Die Einsamkeit und die Liebe! Die Verzweiflung und der Frieden!

 

Von ganzem Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text, 2015 Stefanie Will

Bildnachweis: Barbara Unterberger, „Herz aus Stein(en)“, CC-Lizenz (BY 2.0),
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

 

 

 

 

 

 

 

1964 – 2014, 50 Jahre…

Bunte Buntstifte

Es dauert nicht mehr lange und dieses Jahr 2014 geht zu Ende. Auch die Letzten der 1964 Geborenen erreichen nun ihren 50. Geburtstag.

So auch ich, am Ende dieser Woche. 50 Jahre, ein halbes Jahrhundert und wenn ich zurück blicke, verging die Zeit wie im Flug.

Und dennoch ist diese Zeit bis zum Rand gefüllt mit intensiven Erfahrungen, Erlebnissen, Höhen, Tiefen, Krisen, Schicksalsschlägen, Erkenntnissen, Krankheit, Trauer, Liebe, Schmerz, Ängsten, Verlusten, Gefühlen, Glückseligkeiten, Freude, Mut, Hoffnung, Reichtum, Armut, Trauer, Kraftlosigkeit, Verzweiflung, Hingabe, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, Tränen … aber auch ganz viel Lachen.

Eine so bunte Vielfalt von Allem nur Denkbaren hat sich in meinem bisherigen Leben gezeigt. Es scheint so, als hätte ich alles „Mögliche“ in diese 50 Jahre gepackt.

Manchmal habe ich gedacht, dass ist einfach zu viel für EIN Leben und nicht mehr verkraftbar.

Oft dachte ich am Ende zu sein, wirklich am äußersten Ende meiner Kräfte und Fähigkeiten und keinen einzigen Schritt mehr weiter zu können. Denn immer wenn ich etwas überstanden hatte, stand das „Nächste“ schon vor der Tür und zeigte sich mir in aller Schonungslosigkeit.

Gleichzeitig war ich aber immer neugierig und hungrig auf das Leben. Hatte keine Angst und war voller Neugier und Offenheit den unterschiedlichsten Erfahrungen gegenüber. Ich wollte etwas bewegen und was mir in den Kopf kam, sollte praktisch erfahren und nicht nur theoretisch angedacht werden. Ideen wurden in kürzester Zeit in die Tat umgesetzt und wenn ich scheiterte, hatte ich schon wieder eine neue Vision. Ich wurde nie müde, mich ausprobieren und entdecken zu wollen. Vieles war überflüssig und hat mir unnötigen Kummer bereitet. Aber ebenso Vieles war wundervoll und ganz gleich, ob überflüssig oder wundervoll, ich würde nichts, rein gar nichts von meinen Entscheidungen missen wollen.

Wie oft habe ich in den letzten Monaten von Freunden gehört, wie schrecklich sie die Tatsache finden, nun 50 Jahre alt zu werden oder vor kurzem geworden zu sein. Wie oft, gerade von Frauen, hörte ich wehmütig, wie alt sie nun schon seien. Wie anders nun alles sei. Wie wenig ihnen nun noch bevor stünde und wie sehr sie die Unbeschwertheit des Jungseins vermissen.

Ich kann darüber nur schmunzeln, denn ich sehe das vollkommen anders. Ich freue mich über die Tatsache, bisher ein buntes und ereignisreiches Leben geführt zu haben. Es ist wunderbar, bis hierher überhaupt gekommen zu sein. Was die Aussagen der anderen angeht, so schweige ich. Denn jeder lebt sein Leben und sieht es aus seiner Perspektive und handelt nach seinen Möglichkeiten.

Vieles ist und bleibt unverständlich, einige Menschen leben nur in ihrer Phantasie, in ihren Gedanken und malen sich ihr Leben aus, ohne dass diese Gedanken jemals Wirklichkeit werden. Sie schauen stets nur auf die Anderen und eines Tage blicken sie eventuell wehmütig auf ihre Jahre zurück und haben vielleicht ihr eigenes Leben verpasst. Haben eventuell noch nicht einmal erfahren dürfen, wer sie selbst wirklich sind und was wahrhaftig ihren Träumen entsprechen würde.

Wie auch immer es sei, ich freue mich riesig, gerade nach meinem Schlaganfall und der Tatsache, auch in diesem Zusammenhang extrem schmerzhafte Erfahrungen gemacht zu haben, den 50. Geburtstag bald erreichen zu dürfen.

Ich schaue demütig auf diese verlustreiche Zeit der beiden letzten Jahre zurück und bin insgesamt überaus dankbar für alles, was mir dadurch zuteil wurde.

Ich durfte erleben, dass erheblicher finanzieller Verlust mich auf einer anderen Ebene tief in mir zu einem reichen Menschen gemacht hat.

  • Das Trennung und Trauer einem niemals die Liebe nehmen können.
  • Das Dunkelheit sehr hell und erleuchtend sein kann.
  • Das Einsamkeit und Stille berauschend wirken können.
  • Das wir immer nur uns selbst begegnen, was auch geschieht und wir es sind, die schöpferisch tätig sind.
  • Das der größte empfundene Schmerz heilsam und befreiend ist.

Auch wenn mich aktuell viele Sorgen, sowohl finanzieller als auch gesundheitlicher Art sehr belasten, manches unüberwindbar und vernichtend erscheint, fühle ich in mir dennoch beständige und friedliche Ruhe.

Die Erkenntnis, dass man den Menschen alles von außen Errungene und Materielle nehmen kann, aber das, was wir tief in uns geschaffen und gemeistert haben, was tief in uns für Liebe, Frieden und wahren Reichtum sorgt, kann niemandem jemals mehr genommen werden.

Ich danke meinem Leben, jedem einzelnen dieser Tage und feiere am Wochenende in mir in aller Stille voller Freude meine Erfahrungen, Erkenntnisse und die Tatsache bei all dem, das Lachen nie verlernt zu haben. Ich liebe es, zu lachen und ich liebe das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen.

  • Ich bin dankbar über die unsagbare Kraft, welche sich in mir entwickelte und es mir möglich machte, mich nach allen Tiefschlägen stets wieder aufzurichten.
  • Ich bin meiner Tochter unendlich dankbar, denn sie ist das Beste, Schönste und Größte, was mir jemals in meinem Leben zuteil wurde. Ohne sie, gäbe es mich wahrscheinlich nicht mehr, denn die Zeit nach meinem Schlaganfall hätte ich ohne sie nicht überstanden ♥.
  • Ich danke meiner lieben Freundin aus meiner Heimatstadt Köln. Ohne ihre Unterstützung wären wir schon untergegangen und das weiß ich sehr zu schätzen ♥.
  • Ich danke hier allen fleißigen Lesern und den unzähligen Kommentaren und privaten Mails. Es freut mich, dass ich mit meinen Texten etwas in die Welt hinaus geben kann und es bedeutet mir sehr viel, mit dieser Gabe vielleicht auch Eure dunkleren oder trüben Zeiten ein wenig heller zu gestalten.

Für mich ist es insgesamt eine Riesenfreude bald 50 Jahre alt zu werden, denn vor zwei Jahren hätte ich nicht gedacht, diesen Tag überhaupt zu erleben oder zu erreichen und seither ist für mich jeder einzelne Tag ein zusätzliches großes Geschenk.

Für jeden Menschen kann jeder Tag des Lebens ein solches Geschenk bedeuten, wenn wir uns der Besonderheit und des Wunders bewusst sind, was Leben, Lebendigsein, Gesundheit, Liebe und Freude tatsächlich bedeutet.

Von ganzem Herzen alles Liebe

Eure Stefanie

 

© Copyright Text, 2014  Stefanie Will

Bildnachweis: hotdoc68, „Bunte Buntstifte“, CC-Lizenz (BY 2.0), http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank www.piqs.de

 

 

Der sprachlose Raum…

Weihnachtlich

Was ist das, der sprachlose Raum? Mir kam plötzlich so der Gedanke, nachdem ich mich persönlich im Moment irgendwie sprachlos oder wortlos fühle.

Kein Wort vermag auszudrücken, was ich ausdrücken möchte und deswegen schweige ich. Jedes meiner mir bekannten Wörter steht mir jederzeit zur Verfügung und dennoch fühle ich mich wortlos. Was soll ich sagen……??

Ihr alle werdet aus eigener Erfahrung wissen, wie es ist, zeitweise sprachlos zu sein. Sei es, weil wir uns unverstanden fühlen, ungeliebt, zurückgewiesen oder weil wir etwas wahrnehmen, erleben, hören oder sehen, mit dem wir nicht konform gehen können.

Doch diese Art von Sprachlosigkeit, welche häufig auch als eine Art Hilflosigkeit empfunden wird, meine ich nicht!

Es gibt eine Begegnungsebene zwischen zwei Menschen, welche von ungeheurer und wundervoller Nähe gekennzeichnet ist. Dieses wortlose Geschehen in berauschender Stille lässt die tosende Empfindung aufkommen, dass zwei Seelen nur durch ihre reine Anwesenheit zu einer Einheit verschmelzen. Sprachlose Kommunikation verspricht mehr zu sagen und zu hören, als Worte es jemals untereinander vermitteln könnten. Dieses symbiotische Zusammentreffen ist zum Leid der Beteiligten meist nicht alltagstauglich und lässt Schmerz und Seligkeit zugleich für den Moment bis in tiefste Tiefen erahnen.

Ganz gleich, was zwischen diesen beiden Seelen geschieht, keine Worte und kein Gespräch könnte auch nur im Geringsten Klärung bzw. lebbare Annäherung herbeiführen. Immer bliebe das Gefühl zurück, es wurde nicht alles gesagt. Doch keine Worte, welche uns zum Ausdruck unserer Gefühle zur Verfügung stehen, können auch nur im Ansatz ausdrücken, was es an facettenreichen Empfindungen zwischen diesen beiden Menschen auszudrücken gäbe.

Schweigen…., wortloses, bedrückendes, bedingungsloses und von Liebe getragenes Schweigen! Sprachlos in einem Raum!

Von Herzen ♥

Stefanie

 © Copyright Text 2014, Stefanie Will

 

Bildnachweis: NBS, „Weihnachtlich“, CC-Lizenz (BY 2.0), http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

 

 

 

 

 

Begrenzung…

Mount Meru, Tansania

Wir alle leben in unserem Körper, der uns als äußere Form der Trennung zu allem anderen in unserer Umwelt erscheint. Wir sehen das, was wir in unserem (Er-)Leben wahrnehmen, als außerhalb von uns.

Das sich noch nicht seiner selbst gewahr gewordene Bewusstsein erfährt im Körper eine Verdichtung und der Mensch erlebt dies als seine eigene Begrenzung, der für ihn als wahr erachteten Realität.

Nur handelt es sich hierbei um eine Begrenzung, die in Wahrheit nicht existiert und auch nicht in sich existieren kann. Die eigene Sichtweise schafft Begrenzung.

Begrenzungen werden von jedem einzelnen Menschen in dem Ausmaß des sich bewusst seins über das Bewusstsein erzeugt. Deine Einschränkungen schaffst Du Dir über Deine Gedanken und nur das, was Du denkst und somit Deine Projektion nach außen darstellt, kann sich Dir zeigen oder kann von Dir erfahren werden.

In dem Zustand des sich nicht Gewahrseins seiner SELBST wirst Du immer auf Begrenzungen treffen. Wenn Du die Formen der Begrenzung ins formlose, unbegrenzte Bewusstsein wandelst, dann löst sich die Dualität auf und alles wird EINS und als Einheit von Dir erlebt.

Es ist bereits EINS, aber der Mensch braucht die Erfahrung der Öffnung des unbegrenzten Raumes in seinem Körper, Geist und seiner Seele, um sich grenzenlos erfahren zu können.

Von Herzen ♥

Stefanie

 

© Copyright Text 2014, Stefanie Will

Bildnachweis: sivadavis, „Mount Meru, Tansania“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank http://www.piqs.de

Ein paar ganz persönliche Worte zum Thema „Bücher“ und „Empfehlungen“…

Nun habe ich Euch vergangene Woche Buchempfehlungen zur Verfügung gestellt und möchte dennoch meine grundsätzliche und ganz persönliche Einstellung zu Büchern und deren Inhalt mit Euch teilen.

Rainbow Bookcase

Ich habe in meinem Leben sehr, sehr viel gelesen. Bereits als kleines Mädchen waren Bücher für mich das Allerschönste. Konnte mich stundenlang mit einem Buch vergraben und tauchte irgendwann, meist hatte ich das ganzes Buch am Stück gelesen, wieder auf. Auch Buchläden gehört meine gesamte Faszination, mit einer für mich ganz besonderen Atmosphäre. Nur leider sterben diese „besonderen“ Geschäfte aus und je nachdem wo man Zuhause ist, bleibt nur die Bestellung über das Internet, was nichts von dem Charme und der Besonderheit eines Besuches in einem kleinen und ausgewählten Laden hat, aber eine gute und schnelle Alternative darstellen kann.

Allerdings bin ich nach und nach mit den Jahren immer mehr dahin gekommen, dass ein Buch lediglich die Information und Sichtweise eines Einzelnen darstellt. Es sind für den Lesenden meist nur theoretische Informationen und diese können uns niemals die eigentliche und ganz persönliche Erfahrung ersetzen.

Seit meiner tiefgreifenden Selbsterkenntnis möchte ich hier unbedingt erwähnen, dass nur wir selbst jeden einzelnen Schritt, der für unsere Entwicklung nötig ist, gehen müssen.

Schritt für Schritt und in Deinem ganz eigenen Tempo. Wir können nichts beschleunigen und wir können auch nicht vorweg greifen. Wir können auch niemanden belehren oder glauben, mit dem Lesen von Büchern und dem Aufsaugen von „Wissen“ bestimmte Dinge einfach überspringen zu können.

Wir selbst können durch das Lesen nur eine leise Ahnung davon bekommen, was es an Möglichkeiten und Erkenntnissen gibt. Wir können uns langsam an Themen herantasten, aber Du selbst solltest nicht versuchen, theoretische Darlegungen als Dein „Wissen“ anzusehen.

Du kannst Dich nur immer und immer wieder in Deiner Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Deiner liebevollen Hinwendung an Dich selbst üben. Wir alle sind wundervolle, geistige Wesen und tragen bereits seit Anbeginn alles, wirklich ALLES  in uns. Wir dürfen uns nach und nach durch unsere Lebenserfahrungen und der manchmal sehr schmerzhaft erscheinenden Umstände an unser wahres Selbst erinnern.

Ich freue mich natürlich, dass Du hier bist und auch meine Zeilen liest.

Was ich sagen möchte: Versuche aus Allem, was Dir widerfährt zu lernen. Versuche Dich nicht durch die Theorie der Praxis zu entziehen. Glaube auch nicht, etwas durch das Lesen verstanden zu haben, ohne die dazugehörige Erfahrung durchlaufen zu haben.

Theoretisches Wissen ist niemals authentisch und wenn ich mich mit Menschen unterhalte, spüre ich sogleich, wer aus seinem tiefsten Inneren und seinem ganz persönlich freigelegtem Wissen berichtet und wer dieses nur durch angelesene „Zeilen“ versucht wieder zu geben.

Der größte Lehrer ist das Leben selbst und Du entscheidest, ob Du Dich Deinem Leben und all seinen Facetten sowie Möglichkeiten hingibst, um Zugriff auf Deine in Dir vorhandene Quelle zurückzuerlangen, oder ob Du Dich nur mit der Theorie und meist verbundenen Angst vor bestimmten Dingen von ihr fern hältst.

Bücher können wundervolle Begleiter sein und glücklicherweise fallen uns diese meist dann zu, wenn wir genau dieses „Thema“ benötigen.

Ich glaube allerdings, am Allerwichtigsten ist in der aktuellen Zeit, immer und immer wieder hinein zu spüren, in jede Situation, in jede Begegnung, in Dich selbst und alles um Dich herum.

Schule Deine eigene Wahrnehmung, vertraue Dir und Deinen Empfindungen und gehe Deinen ganz persönlichen und einzigartigen Weg. Nimm nur das an, was für Dein Herz und Dein Empfinden richtig und stimmig ist. Du selbst weißt am besten, was für Dich richtig ist und genau an diesem Punkt vertraue immer nur Deiner Intuition.

 

Von ganzem Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2014, Stefanie Will

Bildnachweis: Craig Conley, „Rainbow Bookcase“, CC-Lizenz (BY 2.0),
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de,  Bilddatenbank http://www.piqs.de

Buchempfehlungen 2. Teil

Hier der versprochene 2. Teil meiner Buchempfehlungen zum Thema Bewusstsein.

Bewusstsein: Beobachte ohne zu urteilen von Osho

Zur Wirklichkeit erwachen:  Alle großen Meister, von Lao-tse, Buddha bis Gurdjieff, haben darauf hingewiesen, dass die meisten Menschen nicht wirklich wach sind. Wir verbringen unser Leben in einem Dämmerzustand der Unbewusstheit, nicht nur nachts, sondern auch tagsüber. Doch erst wenn wir vollkommen erwacht sind, präsent in allem, was wir tun, stehen uns alle Fähigkeiten unseres Bewusstseins vollständig zur Verfügung, sodass wir zur wahren Freiheit und Meisterschaft des Lebens finden können. Zur Realität zu erwachen und vollkommen bewusst zu werden ist das Ziel aller menschlichen Entwicklung – und Bewusstheit ist der Weg, den der spirituelle Lehrer Osho mit der für ihn typischen Radikalität und Konsequenz beschreibt.

Dies war mein erstes Buch von Osho, was ich gelesen habe. Entweder man mag seine Art zu schreiben oder nicht. Probiere es aus und entscheide selbst. Möchte in diesem Fall nichts vorweg nehmen.

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Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung von Eckhart Tolle

Nach seinen Bestsellern „Jetzt!“ und „Leben im Jetzt“ geht Eckhart Tolle mit seinem lange erwarteten neuen Buch einen Schritt weiter. „Eine neue Erde“ beschäftigt sich mit dem geistig-seelischen Zustand der Menschheit. Tolle geht davon aus, dass der krankhafte Zustand des menschlichen Geistes zu einer kollektiven Fehlentwicklung geführt hat und wir vor einer gefährlichen Weggabelung stehen. Unsere bisherige Sicht der Welt funktioniert nicht mehr. Wenn wir sie nicht ändern, bewegen wir uns auf zunehmend gefährlichem Terrain mit dem Potenzial zur Selbstzerstörung. Für Tolle existiert jedoch eine Alternative zu diesem düsteren Zukunftsszenario: ein innerer Quantensprung, verbunden mit einem fundamentalen Wandel von unserem alten zu einem gänzlich neuen Bewusstsein. Eckhart Tolle ist davon überzeugt, dass wir am Anfang dieser Bewusstseins-Transformation stehen.

Wenn Du Dich mit dem Thema „Bewusstsein“ auseinandersetzen möchtest, kann Dir dieses Buch ein sehr guter Begleiter sein. Eckhart Tolle hat für mich eine ganz besondere Art und Weise, die Dinge klar und einfach zu vermitteln.

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Das Leben kennt Deine Grenzen nicht von Aja Appel

Die Quelle, aus der die Potenziale, die Talente, die Visionen und die Werte und die wirklich neuen Möglichkeiten eines Menschen hervorgehen. Die Ressource, aus der sich erfolgreiche Entwicklungsarbeit generiert. Der entscheidende Turning Point für gute und erfolgreiche Veränderungsprozesse, wie man heute so schön sagt. Diese Quelle liegt für mich in der Liebe und in der Bewusstheit der beteiligten Menschen begründet. Daher geht es in diesem Buch also in erster Linie um Bewusstheit und um Liebe. Nicht primär unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten, obwohl ich natürlich die aktuellsten Forschungsergebnisse zu diesem Thema auch zu Rate gezogen habe, sondern mehr als reflektierter Erfahrungsbericht.

Vielleicht nicht für jeden geeignet und doch meines Erachtens empfehlenswert und durchaus hilfreich.

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Selbsterkenntnis – Der Weg zur Bewusstwerdung- von Thorwald Dethlefsen

Kostbare Wegweiser auf Ihrem eigenen spirituellen Weg: Die legendären Vorträge des Bestseller-Autors, Dipl. Psychologen und Psychotherapeuten Thorwald Dethlefsen. Elegant verbindet Dethlefsen die Gesetze von Polarität und Resonanz, das Denken in Analogien und die den Menschen transformierende Schattenintegration mit den alten Mythen und Weisheitslehren unserer Kultur und macht diesen traditionsreichen Weg der Initiation für den heutigen Menschen verständlich und erfahrbar. Thorwald Dethlefsens tiefgehende Vorträge sind zu gesuchten Klassikern geworden und werden hier erstmals der Öffentlichkeit in schriftlicher Form zugänglich gemacht. Dethlefsen spricht in seinen spannenden Vorträgen über Astrologie, Tarot, Trancearbeit, Karma und Reinkarnationstherapie, Homöopathie, Hermetik, Schicksal- und Schöpfungsgesetze, Heilung, Kabbala, Alchemie, Magie, Mystik und archetypische Mythen. Das gesamte geheime Wissen der alten Einweihungsschulen wird uns dadurch neu offenbart. »Die praktische spirituelle Lebensschule, dieser wahrhaft schöpferische Weg, führt uns in die Fülle des Lebens hinein. Ändere dich und du veränderst die Welt.«

Dieses Buch erscheint erst Ende Oktober und obwohl ich es selbst noch nicht gelesen habe, möchte ich darauf aufmerksam machen.

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Die Schicksalsgesetze, Spielregeln fürs Leben- Resonanz, Polarität, Bewusstsein von Rüdiger Dahlke

Bevor man ein Spiel spielt, muss man sich zuerst mit den Regeln vertraut machen. Nur beim wichtigsten aller Spiele, dem Leben selbst, glauben wir immer noch, darauf verzichten zu können. Nach dem großen Erfolg von »The Secret«, das mit dem Gesetz der Anziehung eines der Schicksalsgesetze erklärt, beleuchtet Ruediger Dahlke nun mit seinem neuen Buch umfassend alle geistigen Gesetze des Lebens, darunter das Gesetz der Polarität, das Gesetz des Anfangs, das Gesetz vom Teil und vom Ganzen sowie das Resonanzgesetz. Wer diese Gesetze kennt, lebt im Einklang mit dem Kosmos und kann sich unnötiges Leid ersparen. Mit »Die Schicksalsgesetze« fasst Ruediger Dahlke seine langjährige intensive Beschäftigung mit den Prinzipien des Lebens zusammen. Anschauliche Beispiele illustrieren die Wirkungsmechanismen und helfen dem Leser, die eigenen Erfahrungen besser zu verstehen. Dieses Buch eröffnet die Perspektive zu einer völlig neuen Weltsicht.

Ein einfach und verständlich erklärtes Buch mit vielen Informationen und Anregungen zur Bewusstwerdung

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Wünsche Euch viel Spaß und auch hier werde ich gerne Ergänzungen vornehmen :-).

3. Teil folgt…..

Weiterhin plane ich eine Empfehlung für spirituelle Filme, welche mich persönlich berührt haben.

Allerdings möchte ich meinerseits nicht unerwähnt lassen, dass wir unsere wahren Lektionen tagtäglich bereit gestellt bekommen und in ihnen steckt alle Wahrheit, die es zu erkennen gilt. Kein Buch nimmt uns unsere Erfahrungen ab…… aber das wisst Ihr ja selber :-).

Von Herzen ♥

 

Stefanie

♥Buchempfehlungen♥ / 1. Teil

Heute möchte ich damit beginnen, eine Liste von verschiedenen Büchern zum Thema „Achtsamkeit“ vorzustellen, welche vielleicht genau für DICH gerade interessant erscheinen. Es gibt eine ganze Reihe von lesenswerter Literatur und jeder kann nur für sich selbst entscheiden, was seinem persönlichen Erkenntnisstand entspricht und worin er eine sinnvolle Ergänzung oder Inspiration sieht.

Irgendwann begann Dein tiefer gehendes Interesse für mehr Bewusstheit oder allgemein für Spiritualität, sonst wärst Du nicht auf meinem Blog gelandet. Unabhängig davon, wo Du Dich gerade befindest, können diese Bücher eine inspirierende Erweiterung zu Deiner Entwicklung oder zum allgemeinen theoretischen Verständnis der entsprechenden Thematik behilflich sein.

Jeder steht da, wo er steht und ich habe es immer so betrachtet, dass das, was gerade an persönlicher Neugier, Bewältigung oder Bearbeitung anstand, oftmals über ein Buch und dem passenden Themenbereich zu mir fand.

Von ganzem Herzen ♥

Stefanie

 

1. Teil zum Thema Achtsamkeit

Versöhnung mit dem Inneren Kind. Von der heilenden Kraft der Achtsamkeit  von Thich Nhat Hanh.

„Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“: Dieser berühmte Satz ist für alle gültig, die sich von Thich Nhat Hanh leiten lassen. Die Folgen seelischer Verletzungen in der Kindheit wie Angst und Verlassenheit oder Wut und Trauer sind bis in die Zellebene hinein wirksam und blockieren unser inneres Wachstum. Thich Nhat Hanh zeigt, dass meist schon unsere Eltern oder sogar frühere Generationen dieselben belastenden Gefühlsmuster in sich getragen und weitervererbt haben. Deshalb ist es wichtig und sinnvoll, als Erwachsener zu dem verwundeten inneren Kind Kontakt aufzunehmen.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn Du Dich mit dem Gedanken trägst, mit Deiner Kindheit aufzuräumen……

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Achtsam durch den Tag. 53 federleichte Übungen zur Schulung der Achtsamkeit von Jan Chozen Bays. 

Achtsamkeit reduziert Stress und fördert das körperliche und seelische Wohlbefinden. Dieses uralte Erfahrungswissen wird heute von der wissenschaftlichen Forschung bestätigt. Und Achtsamkeit mitten im Trubel des Alltags zu kultivieren, ist gar nicht kompliziert. Dr. med. Jan Chozen Bays zeigt, wie es geht.

Dieses Buch begleitet Dich durch ein ganzes Jahr und behandelt jede Woche ein eigenes Kapitel mit praktischen Übungen, die Dir helfen können, achtsam und liebevoll Dir und Deinem Alltag zu begegnen.

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Achtsamkeit für Anfänger von Jon Kabat Zinn.

Der Weg der Achtsamkeit steht jedem von uns offen.In seinem neuesten Buch zeigt uns Jon Kabat-Zinn, wie wir die Praxis der Achtsamkeit in unser Leben integrieren können. Mit seinen begleiteten Übungen und Meditationen bietet Achtsamkeit für Anfänger einen Einstieg für all jene, die mit der Achtsamkeitspraxis noch wenig oder gar keine Berührung hatten.

Dieses Buch ist für alle geeignet, welche sich erstmals mit dem Thema Achtsamkeit befassen.

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Denken wie ein Buddha -Gelassenheit und innere Stärke durch Achtsamkeit-. Wie wir unser Gehirn positiv verändern.

Der Neuropsychologe Dr. Rick Hanson beschäftigt sich mit dem Zusammenwirken von Achtsamkeit, Hirnforschung und Psychologie. Was wir denken und fühlen hat Einfluss auf die Struktur unseres Gehirns. In seinem Bestseller »Das Gehirn eines Buddha« erklärt er die Grundlagen seines neurowissenschaftlichen Ansatzes. In seinem neuen Buch steht die tägliche Praxis im Vordergrund. Hanson stellt vor allem drei Wege vor zu heilen und zu wachsen: Achtsamkeit, das Loslassen problembehafteter Ereignisse und Strukturen und das Ersetzen dieser durch positive Gedanken, Erfahrungen und Emotionen.

Ein lesenswertes Buch, wenn Du Dich etwas tiefer auf dieses Thema einlassen möchtest. Sehr interessante Lektüre, welche zu einem insgesamt positiveren Lebensgefühl führt.

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Gesund durch Meditation. Das große Buch der Selbstheilung mit MBSR von Jon Kabat-Zinn.

Mit dieser vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Neuausgabe der beliebten Kurzfassung des MBSR-Klassikers wird eine Erfolgsgeschichte fortgesetzt. MBSR (mindfulness-based stress reduction) ist ein wissenschaftlich geprüftes Achtsamkeitstraining bestehend aus Meditationen, Atem- und Yogaübungen. Die Methode wird auch im deutschsprachigen Raum immer erfolgreicher, was die ständige steigende Anzahl von angebotenen Kursen zeigt. Diese Taschenbuch-Ausgabe bietet den optimalen Einstieg für alle, die sich mit der MBSR-Methode befassen wollen.

Zur allgemeinen Stressreduktion bietet dieses Buch eine umfassende Darstellung und gibt Dir viele Übungen an die Hand, um Dich selbständig mit Achtsamkeitsübungen zu befassen.

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Ich pflanze ein Lächeln von Thich Nhat Hanh.

Frieden, die große Sehnsucht der Menschheit, kann nicht von außen kommen. Frieden muss in uns selbst beginnen. Achtsam zu leben, jeden Schritt bewusst zu tun, jeden Atemzug zu spüren, ist der Weg, der uns dorthin führt. Gerade in dieser Zeit, in der unsere Gesellschaft mit Nachdruck auf Geschwindigkeit, Leistung und materiellen Erfolg setzt, ist Thich Nhat Hanhs Fähigkeit, in Frieden und mit Bewusstsein seinen Weg zu gehen, eine wichtige Botschaft.

Ein wunderbares Buch zur Inspiration für ein liebevolles und achtsames Miteinander.

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Achtsamkeit in der Partnerschaft: Was dem Zusammenleben Tiefe gibt von Hans Jellduschek.

Achtsamkeit in der Partnerschaft zu üben und zu pflegen bedeutet herauszufinden, was dem Anderen und mir selbst wichtig ist, ohne es gleich zu bewerten. Hans Jellouschek weiß aus seiner therapeutischen Arbeit, dass Unachtsamkeit, Unaufmerksamkeit und Ablenkung auf Dauer eine Partnerschaft unterhöhlen. Mit vielen praktischen Übungsanleitungen und Beispielen aus der Beratungspraxis zeigt er, wie die Kunst der Achtsamkeit zu üben und zu pflegen ist. Ein völlig neuer Zugang, der in die tiefere Dimension der Beziehung führt.

Ein empfehlenswertes Buch, wenn Du mehr Achtsamkeit in Deine Partnerschaft bringen möchtest.

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Leben im Jetzt. Das Praxisbuch vom Eckhardt Tolle.

„Leben im Jetzt” zeigt ihnen, wie Sie aus dem permanenten Gedankenkino aussteigen und festgefahrene Verhaltensmuster ablegen können. Es präsentiert in gestraffter und überarbeiteter Form die Essenz aus „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“. Der Weg ins Jetzt führt über die „unparteiische“ Beobachtung unserer mentalen Vorgänge. Hierdurch wird uns bewusst, dass wir mehr sind als unsere Gedanken und psychologischen Reaktionen. Wir realisieren, dass wahrhaft Großes wie Liebe, Schönheit, Kreativität, Freude und innerer Friede einem Bereich jenseits unseres begrenzten Verstandes und unserer Persönlichkeit entstammen. Alte Probleme beginnen sich zu lösen, Leichtigkeit und Freude stellen sich ein, das Leben gelingt.

Wer sich mit dem Thema JETZT und Achtsamkeit auseinandersetzt, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Ich persönlich mag die Art und Weise der Betrachtung von Eckhart Tolle sehr.

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Jeder Tag ist ein geschenktes Leben. Schritte der Achtsamkeit von Michael Tischinger.

Die vier Dimensionen der Achtsamkeit leben: Auf die Weisheit des Körpers hören, die eigenen Gefühle und Gedanken wahrnehmen, die Beziehung zu anderen Menschen klären, sich spirituell verorten. Michael Tischinger zeigt an vielen praktischen Übungen, wie dies ganz einfach und konkret im Alltag gelingt: jeden Tag. „Dieses Buch soll nicht von oben herab belehren. Vielmehr ist es geschrieben, um Impulse zu geben, zum Nach-, Um- und Neudenken anzuregen und Mut zu machen, Neues auszuprobiern. Ich will Sie ermutigen, sich selbst mehr zu entdecken, in der Gewissheit, dass Sie in sich viel Kostbares, Wertvolles und Liebenswertes finden können. Jeder von uns ist ein wunderbares Geschenk für diese Welt. Jeder von uns ist liebenswert.“ (Michael Tischinger).

Dieses Buch ist sowohl für Leser interessant, welche sich erstmals mit dem Thema auseinandersetzen, als auch für bereits Erfahrene. Sehr einfühlsam und empfehlenswert!

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Achtsamkeit erleben. Meditationen und Übungen für Herz und Geist von Maike Bauer.

Die besondere Betonung der hier vorgestellten Achtsamkeitspraxis liegt auf einer spielerischen Integration in unterschiedlichste alltägliche Situationen, die so zu Gelegenheiten für neue Erfahrungen werden. Auch Fortgeschrittene und therapeutisch Tätige finden hier eine Fülle gut fundierter Anleitungen zur Vertiefung und Festigung der Achtsamkeitspraxis. Die einzelnen Etappen der Übung illustriert Maike Bauer durch die vielschichtige Weisheit meditativer Erzählungen aus aller Welt und ebenso einsichtsvolle Geschichten aus dem Leben. Schnell zeigen sich positive Veränderungen in harmonischeren und erfüllteren Beziehungen, in aktivierten Selbstheilungskräften sowie gesteigerter Selbsterkenntnis, Lebensfreude und geistiger Bewusstseinsklarheit.

Ein wirklich wertvolles Buch zur täglichen Achtsamkeitspraxis.

 

 

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2. Teil folgt bald 🙂 und ich werde die Liste(n) ggf. auch gerne durch passende Empfehlungen Eurerseits ergänzen.

Alles Liebe ♥

 

Unbeständigkeit ist das wahre Leben…

Sommerwiese

Wie viele beklagen die Unbeständigkeit. Wie oft hast DU schon persönlich den Vorwurf gehört, Du seiest unbeständig? Wie oft bewerten die Menschen „Unbeständigkeit“ als etwas „Negatives“? Wissen diese Menschen, was sie da sagen? Wissen sie, dass ohne Unbeständigkeit gar kein Leben, keine Entwicklung, kein Fortschritt möglich ist. Wissen sie, dass Unbeständigkeit sogar etwas sehr, sehr „Positives“ ist. Das Erkennen unserer wahren Natur. Nur durch das Annehmen dieser Tatsache ist Wandel und somit Leben erst möglich!

Nein, viele wissen es nicht! Sie halten fest, ganz fest an ihren Überzeugungen, ihren Ansichten, ihren Verhaltensmustern, ihren Meinungen und IHRER Wahrheit! Sie leugnen sie geradezu. Dabei ist die Unbeständigkeit genau das, was uns alle trägt.

Unbeständigkeit ist die Basis unseres Lebens! Nichts ist beständig!

Wir glauben oder wünschen uns durch Beständigkeit eine gewisse Sicherheit zu erlangen. Uns aufgehoben zu fühlen. Zu glauben, nur so bliebe alles, wie wir es für unser Seelenheil und unsere Zufriedenheit benötigen. Wir fordern geradezu ein beständiges Verhalten unserer Mitmenschen und beklagen auftretende Schwankungen.

Wir fordern eine immer wiederkehrende, beständige Lebensführung oder Haltung unseres Partners, unserer Kinder, unserer Nachbarn und erwarten, dass dadurch alles so bleibt wie es ist!

Könnte es nicht sein, dass uns genau diese Tatsache vom eigentlichen Glück abhält? Könnte es sein, dass wir uns der wahren Erfahrungsebene gegenüber verschließen? Könnte es sein, dass Du Angst vor der aus der Unbeständigkeit resultierenden Veränderung hast? Vielleicht ist es aber auch so, dass Du Menschen beneidest, welche sich den Unwägbarkeiten des allzeit unbeständigen Lebens fähig sind hinzugeben?

Diese Menschen sind eventuell dabei, zu erkennen, dass es noch viel, viel mehr an Möglichkeiten des Gewahrseins gibt. Das nicht alles so starr zu sein hat, wie es die meisten Menschen glauben.

Schaue Dir die Natur an! Unsere Jahreszeiten, der Wandel der Farben, der Temperaturen, des Wetters. Schaue zum Himmel, wo der Wind dafür sorgt, dass sich wunderbare Wolkenformationen ewiglich neu bilden. Knospen erblühen und Blätter und Blumen verwelken. Die Luft erwärmt sich und genauso erkaltet sie wieder, wenn der Jahreszyklus sich fortwährend in seinem Kreislauf befindet und obwohl sich alles Jahr für Jahr und Tag für Tag zu wiederholen scheint, ist es immer und immer wieder vollkommen anders.

Schaue in den Spiegel, betrachte Dich ganz genau. Sogar an einem einzigen Tag, wirst Du immer wieder anders aussehen. So viele Faktoren unseres Wohlbefindens, unserer Zufriedenheit, unseres empfundenen Glücks und nicht zu vergessen die Liebe spielt eine unsagbar große Rolle dabei, wie wir aussehen, wie schnell wir altern und wie wir uns in unserer Haut fühlen.

Alles verändert sich permanent und alles ist in einem stetigen Wandel. Bei tiefer Betrachtung ist genau diese Unbeständigkeit die Lebendigkeit unseres Daseins. Nur dadurch können wir uns und die Welt erfahren.

Warum glaubst Du dann diesen fortwährenden Prozess anhalten zu wollen? Warum sträubst Du Dich gegen Veränderungen? Warum sollte an Unbeständigkeit etwas negativ sein?

Vielleicht ist es aber auch die jeweilige Bedeutung, die Du diesem Wort beimisst. Viele verbinden unbeständig mit schwankend, wankelmütig, unentschlossen, unsicher, unzuverlässig, ambivalent, unstet, unausgeglichen und es fallen Dir sicher noch weitere Eigenschaften ein, die Du mit einem unbeständigen Leben verbindest.

Doch wie es auch sei, versuche genau diese Gewissheit der beständigen Unbeständigkeit liebevoll anzunehmen. Verurteile Niemanden, wenn er genau diese Unbeständigkeit und die Freude am Erleben, am Ausprobieren unzähliger Möglichkeiten hier auf unserer Erde genießt. Erlaube Dir und anderen Menschen unbeständig zu sein!

Wertschätze die Anwesenheit jedes Individuums und erkenne genau darin die bunte Vielfalt und die Kostbarkeiten unserer grenzenlosen Erfahrungen.

Umarme die Unbeständigkeit, denn sie schafft es, Wunder in unser Leben zu zaubern. Sie schafft es, Unmögliches möglich zu machen! Sie lässt jeden Sturm vorüber ziehen und sie erst bereichert unser Leben. Begrüße fortan das Unbeständige!

Wenn Du Dich gegen die Unbeständigkeit stellst, sie mit allen Kräften versuchst herauszuhalten, dann stellst Du Dich gegen das Leben und diesen Kampf kannst Du nicht gewinnen. Es ist eine illusionäre Vorstellung anzunehmen, irgendetwas „Beständiges“ schaffen oder erhalten zu können.

Begrüße den stetigen Wandel in Dir, Deinen Mitmenschen und in Allem, was Dir und Deiner Wahrnehmung auf Deinem einzigartigen Weg begegnet. Lasse die Vorstellung davon los, irgendetwas in Deinem Leben anhalten zu können!

Wir können das uns geschenkte Leben mit all unseren Möglichkeiten und unseren Sinnen leben, aber niemals irgendetwas festhalten.

Auch Du bist Unbeständigkeit, ob Du es nun willst oder nicht. Sie vollzieht sich nicht nur um Dich herum, sondern auch in Dir. Wie kannst Du etwas ablehnen wollen, was Dich lebendig sein lässt. Die gesamte Schönheit des unbeständigen Wandels ist nur durch beständiges Zulassen dieses Gewahrseins erfassbar.

 

Von Herzen ♥

 

Stefanie

 

© Copyright Text 2014 Stefanie Will

Bildnachweis: ArgonR, „Sommerwiese“, CC-Lizenz (BY 2.0),

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank www.piqs.de

Persönliche Entfremdung durch Konsum…

Der Konsum bestimmt zum größten Teil das Leben der meisten Menschen. Ich möchte allerdings hierbei gar nicht von den Dingen sprechen, die wir erwerben oder verbrauchen, sondern vom Konsumieren im Sinne von Aufnehmen.

Day 9 Occupy Wall Street September 25 2011 Shankbone 33Ständig sind die Menschen damit beschäftigt irgendetwas zu konsumieren. Du konsumierst bereits, wenn du dein Radio, deinen Fernseher oder deinen PC einschaltest. Du füllst dich von außen mit Themen, Gedanken, Szenarien und mutest deinem Körper auch in diesem scheinbaren „Nichtstun“ Schwerstarbeit zu. Deine Sinne werden mit Informationen geflutet, die leider eher schwächend, als stärkend auf deinen Körper, deinen Geist und deine Seele wirken. Warum mutest du dir das zu? Warum verbringen so viele Menschen ihre kostbare Zeit mit insgesamt destruktiv wirkenden Zeiträubern und Energiefressern?

Manche werden nun zum Beispiel sagen, dass es ihnen zur Entspannung dient. Doch stimmt das tatsächlich? Entspannung tritt nicht zwangsläufig ein, nur weil wir still sitzen und gerade nicht körperlich aktiv sind. Für unser Gehirn bedeutet es höchsten Stress, sich z.B. einen aufwühlenden, actionreichen und lauten Film anzuschauen oder stundenlang vor dem PC zu sitzen. Wir werden überflutet mit Reizen, die unsere Körperfunktionen in Alarmbereitschaft versetzen.

Wen wundert es da noch, wenn immer mehr Menschen über Schlafstörungen, Kopfschmerzen und allgemeine Erschöpfung klagen. Ich möchte damit nicht sagen, dass diese Tatsache allein ausschlaggebend für unser Wohlbefinden ist.

Mir erscheint es allerdings wichtig, sich dessen bewusst zu werden, was wir uns in dieser passiven Haltung und Aufnahme von unterschiedlichen Informationen zumuten.

Vieles geschieht ohne jegliche Achtsamkeit und folgt eher einem Automatismus. Tiefer gehende Gedanken diesbezüglich erfolgen nur selten. Hinter der gewählten Passivität versteckt sich eine nicht sogleich für uns spürbare Überbeanspruchung, welche die Funktionen unseres Körpers beeinflusst.

Der Mensch wird zunehmend von Geräten und Maschinen dirigiert. Die allermeisten Menschen sind während ihres Arbeitstages nur mit Computer, Scanner, Telefon, Handy, Drucker und anderen Gerätschaften beschäftigt. Sie bedienen irgendwelche Apparate, ohne selbst noch großartig produktiv tätig zu werden.

Wo bleibt da die Kreativität, die Phantasie, das  Potenzial der eigenen Produktivität? Sichtbare und greifbare Erfolge erzielen nur noch sehr wenige Menschen in ihrer Tätigkeit. Wo früher wunderbare Modelle im Bereich der Architektur zum Beispiel entstanden, wird heute der größte Teil am PC entworfen. Die Menschen „degenerieren“ in ihren Tätigkeiten. Es wird kaum noch etwas „Greifbares“ erschaffen und es gibt nur noch sehr wenig zum „Anfassen“. Auch unsere Kinder werden bereits sehr früh mit dieser Materie vertraut gemacht.L'espace internet du musée de la Communication  (Berlin)

Wollen wir das? Wollen wir alle nur noch Scheinwelten hinterher jagen und selbst kaum mehr aktiv sein. Wollen wir die Phantasie und Kreativität zum Erliegen bringen? Wollen wir unsere Bewegungsfreude lahm legen? Wollen wir uns fremde Vorgaben zu Eigen machen? Wollen wir nur noch bestimmte Knöpfe drücken, um ein Resultat zu sehen? Wollen wir alle immer mehr zu roboterartigen Wesen werden, die ihre eigene Schöpferkraft aus dem Focus verlieren?

Es gibt Dinge, da sind viele der Überzeugung, sich dieser scheinbaren Bequemlichkeiten nicht mehr entziehen zu können. Im Arbeitsalltag wird größtenteils vorgegeben, welche Materialen zur Verfügung stehen und in unserer hochtechnisierten Welt möchten viele keinen Rückschritt in Kauf nehmen.

Es geht mir bei diesem Thema auch nicht darum, diese Dinge zu verdammen. Nur ist es so wie mit Vielem, entscheidend ist, wie bewusst uns die Auswirkungen sind und wie wir die noch übrige freie Zeit in unserem Leben nutzen wollen.

Gerade weil fast das gesamte Berufsleben vieler Menschen mit der eher „kalten Materie“ verbracht wird, ist es umso wichtiger, die eigenen, ganz persönlichen Fähigkeiten nicht aus den Augen zu verlieren und zu fördern. Es ist dringend ratsam einen Ausgleich zu schaffen, der uns mit „warmer Energie“ füllt und infolge auch für unsere körperliche, seelische sowie geistige Gesundheit vorhanden sein sollte.

Sich der Natur zu widmen, ausgiebige Spaziergange zu machen, sportlichen Aktivitäten im Freien nachzugehen, Beschäftigungen mit natürlichen Materialien, Basteln, Kreieren, Gestalten, Malen, Singen, Schreiben…. Es gibt so viele wunderbare und kreative Möglichkeiten, die Seele zum Schwingen zu bringen. Sich dadurch heiter, gelassen, friedvoll und lebendig zu fühlen. Deine Erschöpfung wird schwinden, da du etwas erschaffst, was deinem eigenen Inneren entspringt. Etwas, was sich gerne zeigen und gelebt werden möchte.

Wie strahlend warm ein Mensch in seiner Kreativität wirkt und wie leblos, starr und kühl dagegen im automatisierten Handeln.

Heutzutage ist es ja schon so weit, dass sehr viele Menschen gar nicht mehr wissen, was ihnen tatsächlich Freude bereitet. Sie sind von sich selbst entrückt (worden) und spüren gar nicht mehr, was Ihnen wirklich mit Hingabe und Leidenschaft leicht von der Hand geht.

Der Mensch wird kontinuierlich sich selbst entzogen und die Entfremdung geht unaufhörlich weiter. Materieller Konsum steht ganz oben, ebenso das Verbrauchen und allgemeine Konsumieren von Gütern und Informationen. Es gibt etliche Menschen, welche einen materiellen Verlust als vernichtend erleben.

Der stetige Verlust ihrer eigenen innewohnenden Sehnsucht nach Glück, Zufriedenheit, Wärme und Liebe wird ihnen kaum bewusst, häufig bleibt es sogar unbemerkt. Sie verlieren sich in ihren Scheinwelten und geben sich selbst auf, bevor sie sich überhaupt in ihrer Tiefe und gesamten Lebendigkeit erkennen konnten.

Von Herzen ♥

Stefanie

 

Copyright © Text 2014, stefanie will

Bildnachweise:

oben: David Shankbone, „Day 9 Occupy Wall Street September 25 2011 Shankbone 33“,

mittig: dalbera, „L’espace internet du musée de la Communication  (Berlin)“, CC-Lizenz (BY 2.0)

http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de, Bilddatenbank www.piqs.de